Tapfere Haie gingen gegen Vienna Capitals leer aus

Trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd (von 1:3 auf 4:3) mussten sich die Innsbrucker Haie gestern bei den Vienna Capitals letztlich mit 4:5 geschlagen geben.

Musste gegen die Vienna Capitals fünfmal hinter sich greifen – HCI-Keeper Rene Swette.
© gepa

Von Alex Gruber

Wien – Wien ist nicht nur anders, auch die dort ansässigen Capitals spielen (finanziell) in einer anderen Liga wie die Haie: Der kürzlich verpflichtete 28-jährige NHL-Goalie Calvin Pickard (Detroit Red Wings) stand bei den Caps aber noch nicht im Kader. Und auf Torjäger Ty Loney mussten die Hausherren nach einer Raufeinlage am Vorabend gegen Graz verzichten, weil die Liga hier in Sachen Coronavirus null Toleranz zeigt. In den vorangegangenen Spielzeiten wurde man erst nach dem zweiten Fight für ein Match gesperrt.

Die Haie mussten mit Toptorjäger Daniel Ciampini und Christian Jennes vor dem ersten Bully ja auch zwei Angreifer verletzungsbedingt vorgeben. Max Gerlach rutschte in die erste Linie zu Braden Christoffer und Deven Sideroff vor, Youngster Luca Muigg durfte sich neben Sam Herr und Felix Girard beweisen.

Obwohl die Caps am Vorabend gegen Graz im Penaltyschießen nachsitzen hatten müssen, konnten die Haie den Frischevorteil bis auf eine erste Christoffer-Chance, die per Foul von Patrick Peter vereitelt wurde (4.), nicht ausspielen. Beim 1:0 wurde HCI-Goalie Rene Swette, der nach Pause zurück in den Kasten kehrte, kalt erwischt. Beim 2:0 (15.) war gerade eine Unterzahl überstanden, ehe es erneut einschlug. Gut, dass Wiens Torhütertalent Sebastian Wraneschitz beim 2:1 durch Felix Girard (16.) auch nicht besonders glücklich aussah. Weil die Hausherren aber im Powerplay durch Marco Richter zum 3:1 (19.) trafen, gingen sie mit einem Zwei-Tore-Vorsprung nach dem ersten Drittel in die Kabine.

Die Haie bewiesen aber einmal mehr, dass sie Rückschlägen trotzen. Nach einigen guten Gelegenheiten verkürzte Eigengewächs Clemens Paulweber mit seinem ersten Saisontreffer (30.), Colton Saucerman setzte noch den 3:3-Ausgleich (36.) drauf. In Sachen Schussstatistik (23:23) war nach 40 Minuten auch alles ausgeglichen.

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Als Jonathan Racine im Powerplay zum 4:3 (48.) und zur erstmaligen Führung traf, sah es so aus, als hätten die Haie tatsächlich den längeren Atem. Mit einem Doppelschlag binnen 90 Sekunden wahrte Wien aber beim 5:4-Sieg die Papierform.

ICE Hockey League

Vienna – HC IBK5:4 (3:1, 0:2, 2:1)
Tore: Flemming (9.), Campbell (15.), Richter (19./PP), Artner (55.), Großlercher (56.) bzw. Girard (16.), Paulweber (30.), Saucerman (37.), Racine (48./PP).
Fehervar – Villach1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
Am Freitag:
 Fehervar – HCI IBK 19.15
 Linz – KAC 19.15
 Graz – Salzburg 19.15

1.Bozen 12 46:2231

2.Vienna 14 57:3931

3.Graz 16 56:5529

4.Fehervar 18 56:6127

5.KAC 16 42:3526

6.Salzburg 12 45:3123

7.HC IBK 16 51:5519

8.Dornbirn 16 43:5119

9.Villach 16 38:5219

10.Bratislava 15 40:5217

11.Linz 16 34:5511


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