Hochwasserschutzprojekt: Mehr Schutz für Pettnau und Telfs

„Wildbach“ und Gemeinden zogen Zwischenbilanz über das Hochwasserschutzprojekt Möserer Bach.

Eine Delegation aus Gemeindepolitik und WLV informierte sich bei den Bauarbeitern über die bereits umgesetzten Maßnahmen.
© WLV Tirol

Telfs, Pettnau – „Es ist schon viel passiert“, freut sich der Pettnauer Bürgermeister Martin Schwaninger – und meint damit das große Hochwasserschutzprojekt Möserer Bach. Dieser Tage verschaffte er sich gemeinsam mit seinem Telfer Amtskollegen Christian Härting und Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) einen Überblick über die bereits umgesetzten Maßnahmen.

Zunächst besichtigte die Delegation am Talboden in Pettnau die in Bau befindliche Geschieberückhalteanlage im unteren Abschnitt des Scheiringbaches. Bis Weihnachten sollen die Fundamente dieses Schlüsselbauwerkes fertig sein. Allein heuer war dieser Bereich nach Starkregen zweimal massiv von Überflutungen und Überschotterungen betroffen. Die Häufigkeit der Ereignisse verdeutliche die Dringlichkeit des Schutzprojekts, befindet WLV-Sektionsleiter Gebhard Walter.

Weiter ging es zum geplanten Standort des großen Retentionsbeckens im Telfer Ortsteil Mösern. Der Zufahrtsweg soll dort noch heuer fertiggestellt werden, um 2021 mit dem Bauwerk selbst beginnen zu können.

Die Gesamtkosten des Schutzprojektes betragen 2,7 Mio. Euro und werden gemeinsam von Bund, Land, Landesstraßenverwaltung und den beiden Gemeinden Telfs und Pettnau getragen. Abhängig von Hochwasser- und Murereignissen in Tirol – die es nötig machen könnten, andere Projekte vorzuziehen – dürfte sich das Gesamtvorhaben auf ca. fünf Jahre erstrecken, sagt BM Schwaninger.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

In Mösern ist zudem ein umfangreiches Siedlungswasserbauprojekt geplant (Hochwasserentlastungskanal, Sanierung des Kanalsystems). Dieses werde aber erst 2021 oder 2022 starten, so BM Härting. Der Bescheid liege noch nicht vor, auch die Finanzierung sei noch nicht restlos ausverhandelt. (TT, md)


Kommentieren


Schlagworte