Ansturm auf neue Glasfaseranschlüsse in Lienz

lm Lienzer Talboden, hier von Lienz nach Thurn, werden bereits seit 2015 Glasfaser-Kommunikationskabel verlegt.
© Stadt Lienz/Brunner Images

Lienz – Dank einer Glasfaser-Förderung des Landes, die nur noch bis Jahresende läuft, sollen in Tirol noch mehr moderne Glasfaserkabel auf den letzten Metern direkt in die Häuser und Wohnungen verlegt werden. Dabei spricht man von „Fiber To the Home“, kurz FTTH. Der Betriebszweig Breitband der Stadtgemeinde Lienz bietet dazu aktuell ein Gesamtpaket an, das um Herstellungskosten von höchstens 1000 Euro selbst eventuelle Grabungsarbeiten auf einer Strecke von 25 Metern auf den Grundstücken der Immobilienbesitzer beinhaltet. Diese Kosten werden durch die Förderung des Landes anschließend komplett erstattet.

„Für alle Wohnungs- oder Hausbesitzer, die einen Regionet-Anschluss wünschen, heißt es jetzt schnell sein“, sagt die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Der so genannte „Glasfaser-Scheck“ des Landes wird auch rückwirkend für alle Anschlüsse gewährt, die seit 11. März dieses Jahres umgesetzt worden sind. „Wir gehen damit einen neuen Weg, für die Bürger ist das jetzt deutlich einfacher. Alles kommt aus einer Hand“, erklärt die Bürgermeisterin. Bisher waren die Eigentümer selbst für etwaige Grabungsarbeiten zuständig, deren Koordinierung und Umsetzung übernimmt nun vollständig die Breitband-Abteilung der Stadt. Der Abschluss eines Internetvertrages ist dafür nicht notwendig und kann später erfolgen. Das Angebot hat einen Ansturm ausgelöst. „Viele, die den Aufwand bisher gescheut haben, nutzen die Gelegenheit“, berichtet Silvio Trojer, der gemeinsam mit Martin Lukasser-Weitlaner die Regio­net-Glasfaser-Infrastruktur betreut. Die Gemeinden des Zukunftsraumes Lienzer Talboden haben bereits 2015 mit der Errichtung der Glasfaser-Kommunikationsleitungen begonnen. 4800 Objekte sind derzeit im Talboden versorgt. (bcp)


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