Schließung des Wave wäre eine „gesundheitliche Katastrophe"

Das „Wave" in Wörgl.
© Hrdina

Wörgl, Innsbruck – Tirols Sportverbände (ASKÖ, ASVO, Sportunion und TiSport) warnen vor der möglichen Schließung der Wörgler Wasserwelt Wave. Der Wegfall des Sportbeckens „wäre nicht nur für die Gesellschaft ein äußerst trauriges Zeichen, wenn die bis dato extrem genutzte Halle nicht mehr zur Verfügung stehen würde, es wäre auch eine gesundheitliche Katastrophe“, meint Peter Lechner, Präsident der Tiroler Sportverbände. Er verweist u. a. auf den Schwimmunterricht (Ertrinkungsgefahr), Übergewicht, Senioren, den Breitensport samt Jugendarbeit sowie die internationalen Erfolge von (Spitzen-)Athleten, die im Wave trainieren. „Die Gesundheit der Bevölkerung darf nicht mit Geld aufgewogen werden, denn mangelnde Bewegung führt zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen, die die Öffentlichkeit sicher erheblich mehr belasten als die Zurverfügungstellung von Sportarealen.“

Für das selbst ernannte „Sportland Tirol“ müsse eine Lösung über die Wörgler Gemeindegrenzen hinaus möglich sein. Wobei der Standort wegen des breiten Einzugsgebiets und der bestehenden Vereinsstruktur zu präferieren sei, Tirols Sportunions-Präsident Günther Mitterbauer anmerkt. Dem pflichtet Heinz Öhler, Präsident des ASKÖ Tirol, bei: "Das Schwimmbad ist ein wichtiger Standort für den Schwimmsport im Tiroler Unterland und sollte darüber hinaus unbedingt auch im Sinne des Schul- und Nachwuchssports in Tirol erhalten bleiben."

ASVO-Tirol-Präsident Hubert Piegger fordert ein Gesamtkonzept für Tiroler Wasserflächen, was Sanierungen und Erweiterungen angeht, und plädiert für ein 50-m-Becken in Innsbruck. Derzeit sei der Schwimmsport in Tirol aufgrund fehlender Hallenbäder nicht konkurrenzfähig, bedauert zudem Mitterbauer. (TT)


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