10. Bundesliga-Runde mit Duell Erster gegen Letzten

Die 10. Runde der österreichischen Fußball-Bundesliga bringt ein klassisches David-gegen-Goliath-Duell. Serienmeister und Liga-Spitzenreiter Red Bull Salzburg tritt am Samstag (17.00 Uhr) beim Tabellen-Letzten Admira an. Satte 18 Punkte trennen Salzburg vom taumelnden Schlusslicht. Ebenfalls am Samstag kehrt Sturm-Graz-Trainer Christian Ilzer mit seinem Team an seine alte Wirkungsstätte bei der Wiener Austria zurück. Altach empfängt zudem den SKN St. Pölten.

Vor dem „Finale“ in der Champions League gegen Atletico Madrid am kommenden Mittwoch muss Red Bull Salzburg zunächst bei der Admira antreten. „Die Rollen bei diesem Spiel sind klar verteilt, wir kommen als Favorit“, stellte Salzburgs wieder fitter Stürmer Patson Daka klar. Das unterstrich nicht nur der 8:2-Kantersieg über St. Pölten in der Vorwoche, vor allem beim 3:1 über Lok Moskau in der Champions League wussten die „Bullen“ zu gefallen.

Die größte Aufgabe in Maria Enzersdorf wird für die Truppe von Trainer Jesse Marsch wohl darin bestehen, sowohl die haushohe Favoritenrolle als auch das europäische Highlight am Mittwoch aus den Hinterköpfen zu bekommen. „Jetzt müssen wir für das Spiel bei der Admira gut regenerieren, die Beine frisch und den Kopf frei bekommen. Gerade, weil die Tabellensituation recht klar ist, wird es ein schwieriges Match für uns“, betonte denn auch Marsch.

Die Admira muss angesichts ihrer misslichen Lage auf ein kleines Wunder hoffen, schließlich will man die sechste Niederlage in Folge abwenden. Aus Sicht von Coach Damir Buric „bietet sich die Möglichkeit, zu sehen, auf welchem Niveau wir uns befinden“, erklärte der Kroate. „Wir müssen einen guten Tag erwischen und weniger Fehler machen.“

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Christian Ilzer kehrt in der Rolle des Siegers nach Wien-Favoriten zurück. Verließ der Steirer die Austria mit Saisonende aus freien Stücken Richtung Graz, schwimmt er mit Sturm derzeit auf der Erfolgswelle. Dem Überraschungssieg in Salzburg ließen die „Blackies“ weitere im ÖFB-Cup und in der Liga gegen Wattens folgen. Die Austria ist vor ihrem Heimspiel angeschlagen. Finanzielle Nöte stellten die sportlichen derzeit in den Schatten.

18,8 Millionen Euro Verlust machte die Austria im vergangenen Geschäftsjahr, das Fremdkapital - sprich der Schuldenberg - wuchs auf über 78 Mio. Euro an. Peter Stöger sah den bei vielen Fans eingetretenen Schockeffekt als wenig überraschend an. Eineinhalb Jahre habe man darauf hingewiesen, dass der Verein finanzielle Unterstützung brauche.

Die Mannschaft sollen die finanziellen Sorgen nicht zusätzlich ablenken. Wie Stöger am Freitag anmerkte, werden die vertraglich abgesegneten Zugeständnisse - sprich Gehälter und Punkteprämien - ausgezahlt. Gegen Sturm sollen zumindest auf dem Platz rosigere Zeiten eingeläutet werden. „Es ist ziemlich klar, dass es für uns eine ganz wichtige Partie ist. Wir haben in den letzten Wochen nicht voll punkten können“, wusste Stöger. Fünf Runden ist die Austria sieglos, nur im ÖFB-Cup siegten die Violetten mit 5:3 im Achtelfinale gegen Hartberg.

Der SKN St. Pölten ist am Samstag beim SCR Altach auf Wiedergutmachung aus. Ein Erfolgserlebnis in Vorarlberg soll das 2:8-Heimdebakel in der Vorwoche gegen Red Bull-Salzburg vergessen machen. Die Voraussetzungen dafür sind laut Trainer Robert Ibertsberger gegeben. „Die Mannschaft ist so stabil, dass uns so ein Ergebnis nicht aus der Ruhe bringt“, erklärte der 43-Jährige.

Auf den Tabellenfünften wartet mit Altach ein Kontrahent, der als Vorletzter vier der jüngsten fünf Pflichtspiele verloren hat. Trotz der jüngsten Misserfolge erhielt Trainer Alex Pastoor Rückendeckung von der Clubspitze. „Es ist viel Wert, wenn man dieses Vertrauen ausgesprochen bekommt. Hier hat man gezeigt, dass Ruhe und Vertrauen das Beste aus den Menschen hervorbringen“, sagte der Niederländer.

Am Sonntag empfängt Hartberg um 14.30 Uhr Rapid. Der TSV weist gegen die Hütteldorfer mit je drei Siegen und Remis bei zwei Niederlagen eine positive Liga-Bilanz auf und hat zuletzt bei der Admira einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg verwandelt. „Wir sind gewarnt und brauchen eine gute Leistung“, erklärte Rapid-Coach Dietmar Kühbauer.

Zur selben Zeit kommt es in Innsbruck zum Duell der WSG mit dem WAC. Dabei treffen zwei Mittelständler und Tabellennachbarn aufeinander, wobei die Tiroler noch einen Punkt vor den Kärntnern liegen. „Wir hoffen, dass sie am Sonntag noch die Strapazen von Moskau spüren“, hoffte Wattens-Coach Thomas Silberberger auf Zählbares und verweist auf den siegreichen Europacup-Einsatz der Wolfsberger in Russland.

Zum Abschluss der Runde empfängt am Sonntag um 17 Uhr der LASK die SV Ried. Nach fast zwei Monaten ohne Punkt buchte der Aufsteiger aus Ried in den drei Partien seit 7. November sieben Zähler auf sein Konto und kletterte in der Tabelle auf Rang neun - nur einen Punkt hinter Platz fünf. Die Linzer wiederum wollen Platz zwei verteidigen.


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