Christbaum aus Scheinwerfern sorgt in Venedig für Proteste

In Venedig gibt es Proteste gegen eine Weihnachtsinstallation des italienischen Künstlers Fabrizio Plessi, die unweit des Markusplatz aufgestellt worden ist. Die zehn Meter hohe und neun Tonnen schwere Installation besteht aus 80 Lichtscheinwerfern in Form eines Weihnachtsbaums, die angezündet werden können und die Umgebung stark beleuchten.

Bürger protestierten auf Sozialnetzwerken gegen die Installation, die ihrer Ansicht nach die Weihnachtsatmosphäre in der Lagunenstadt zerstöre. „Der beleuchtete Christbaum erinnert an einer Serie aufgestapelter Goldbarren, das hat nichts mit Weihnachten zu tun“, kritisierte Marco Gasparinetti, Stadtratsmitglied aus den Reihen der Opposition. Wenn er nicht beleuchtet ist, ähnele der Christbaum aufgestapelten Stahlbarren. Mit Kritik an der Installation hagelte es auch in Sozialnetzwerken.

Der 80-jährige Künstler Plessi verteidigte seine Installation. „In diesem dunklen Jahr möchte ich mit meinem stark leuchtenden Christbaum ein Signal der Hoffnung entsenden. Venedig braucht neues Licht. Mein Christbaum entspricht nicht dem Stereotyp des Weihnachten“, erklärte der Künstler nach Medienangaben. Die goldene Beleuchtung beziehe sich auf das Edelmetall, das wie Venedig zeitlos sei.

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