Brexit-Gespräche ziehen sich hin

Die Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien ziehen sich hin. Irlands Ministerpräsident Micheal Martin sagte am Freitag, er habe den Eindruck, dass die Gespräche über das Wochenende fortgesetzt würden. Den Unterhändlern müsse „Raum zum Abschluss dieser Gespräche“ zugestanden werden. Er hoffe, dass man sich auf ein Handelsabkommen einigen könne. In britischen Regierungskreisen hieß es, die Gespräche würden nach einer Pause am Freitagabend fortgesetzt.

Der Journalist Jason Groves von der „Daily Mail“ hatte zuvor auf Twitter geschrieben, es höre sich so an, als ob die Verhandlungspartner in Kürze auseinandergehen dürften. „Kein weißer Rauch heute Abend“, teilte er mit.

Die Zeit für die Verhandlungspartner wird knapp. Am 31. Dezember läuft die Übergangsfrist aus, in der Großbritannien noch den EU-Regeln für Handel, Reisen und Geschäftsbeziehungen unterworfen ist. Formell hatte das Königreich bereits am 31. Jänner 2020 die EU verlassen. Sollte kein Abkommen zustande kommen, befürchtet die Wirtschaft ab 2021 massive Störungen der Handelsbeziehungen sowie Zollschranken.


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