Biden erwägt offenbar Latino Becerra als Gesundheitsminister

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat sich einem Medienbericht zufolge für einen Kandidaten für das vor allem angesichts der Covid-19-Pandemie wichtige Amt des Gesundheitsministers entschieden. Er wolle den derzeitigen kalifornischen Generalstaatsanwalt und Justizminister Xavier Becerra nominieren, berichtete die „New York Times“ am Sonntag. Becerra war 2017 als erster Latino im Amt des kalifornischen Justizministers vereidigt worden.

Zuvor war er 24 Jahre lang Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus. Der 62-Jährige war auch als potenzieller Kandidat für das US-Justizministerium gehandelt worden. Biden hatte versprochen, das vielfältigste Kabinett aller Zeiten zu bilden.

Becerra leitete als Justizminister Kaliforniens die Anstrengungen mehrerer US-Staaten und der Hauptstadt Washington, die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama gegen die Republikaner zu verteidigen, die diese vor Gericht kippen wollten. Mit „Obamacare“ bekamen rund 20 Millionen Bürger Zugang zur Krankenversicherung. Ein zentraler Punkt der Reform ist auch, dass Menschen eine Versicherung nicht mehr aufgrund von Vorerkrankungen verweigert werden kann.

Der Erhalt von „Obamacare“ ist ein wichtiges Anliegen von Biden, der unter Obama Vizepräsident war. Er hat im Wahlkampf versprochen, als Präsident auf der Reform aufbauen und zum Beispiel die Gesundheitskosten für die Amerikaner senken zu wollen. Wenn Becerra vom Senat als Gesundheitsminister bestätigt wird, nimmt er eine Schlüsselrolle in Bidens Kabinett ein. Der gewählte Präsident hat den Kampf gegen die Pandemie zu einer seiner Prioritäten erklärt.

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