Plus

Warum ein Baum Weihnachten retten kann: Zu Besuch beim Christbaumzüchter

In einem turbulenten Jahr wie diesem sorgt der Christbaum für Beständigkeit. Seit elf Jahren züchtet Markus Kössler Nordmanntannen auf den Feldern des Heissangerer Hofes in Tulfes. Das funktioniert gut – mit Geduld, viel Liebe und dem richtigen Mondzeichen.

  • Artikel
  • Diskussion
Perfekter Tag, perfekter Baum. Christbaumzüchter Markus Kössler schüttelt Schnee von einer besonders schönen Tanne.
© Vanessa Rachlé / TT

Von Nicole Strozzi

Es ist der perfekte Tag für unseren Besuch. Über Nacht ist ein bisschen Schnee gefallen. Bäume und Wiesen sind leicht angezuckert, die Sonne blinzelt durch die Wolkendecke hervor. Markus Kössler erwartet uns schon vor dem Heiss­angerer Hof in Tulfes.

Seit 2009 züchtet der 46-Jährige auf drei Hektar Anbaufläche Nordmanntannen – die beliebteste Christbaumsorte. „Das wollte ich immer schon machen“, erzählt Kössler. Zuvor arbeitete der vierfache Vater als Holzarbeiter und nebenbei am Hof, den er mit seinen Kindern und seinen Eltern bewohnt. Mit der Baumzucht hat sich der Tulfer seinen Traum erfüllt, verrät er während unseres Rundgangs über die drei Felder. „Die Christbaumzucht ist eine eigene Wissenschaft für sich“, lacht Kössler, der sich im Laufe der Jahre das Wissen angeeignet hat. Und eine Geduldsprobe. Etwa vier bis fünf Jahre dauert es, bis die Tannen eine Höhe von einem Meter erreicht haben, in sieben bis acht Jahren sind die Gehölze etwa zwei Meter hoch. Noch größere brauchen etwa zehn Jahre.


Kommentieren


Schlagworte