Die gute Geschichte: Tiroler Blutspende-Helden

Mit ihren Blutspenden trugen zahlreiche Tirolerinnen und Tiroler auch während des ersten Lockdowns maßgeblich dazu bei, dass Leben gerettet werden konnten.

Auf die Tiroler Blutspender konnte sich das Rote Kreuz verlassen.
© Rotes Kreuz Tirol/Manfred Gaber

Innsbruck – Als die Regierung das Land heuer im Frühling erstmals in Quarantäne und Lockdown geschickt hat, wurde auch das Rote Kreuz Tirol vor große Herausforderungen gestellt. Schon innerhalb der ersten Stunden ergab sich eine besonders dringliche Fragestellung in Zusammenhang mit der Blutspende.

Blut wird täglich gebraucht

Der Blutspendedienst Tirol ist dafür verantwortlich, dass die in den Spitälern täglich benötigten Blutkonserven zur Verfügung stehen. Dieses Blut benötigen Menschen bei Operationen, nach schwerwiegenden Verletzungen oder aber auch Menschen, die an lebensbedrohlichen Erkrankungen wie beispielsweise einer Krebserkrankung leiden und Chemotherapien benötigen. Blut wird gebraucht. Täglich – zum Überleben.

Nun ist das lebenserhaltende Notfallmedikament Blut nur bedingt lagerfähig. Genau genommen kann eine Blutkonserve 42 Tage lang gelagert werden. Das heißt, Blutkonserven sind laufend zu gewinnen. Das ist der Grund, warum der Blutspendedienst Tirol des Roten Kreuzes nahezu täglich Blutspendeaktionen in den Tiroler Gemeinden durchführt.

Dann kamen die Coronabedingten Einschränkungen und damit die Frage: Dürfen Blutspenden während eines Lockdowns überhaupt stattfinden und wenn ja, wird es Spender und Spenderinnen geben, die diese Termine wahrnehmen?

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Blutspenden auch während eine Lockdowns möglich

Schon bald stand fest: Ja, Blutspenden dürfen auch während eines Lockdowns unter Einhaltung höchster Sicherheits- und Hygienevorschriften sein, um eben die Versorgung der Spitäler mit Blutkonserven sicherzustellen. Die Rahmenbedingungen für ein sicheres Blutspenden waren sehr rasch geschaffen.

Doch es blieb die Befürchtung, dass die Blutspendebereitschaft in der Bevölkerung nachlässt. Schon bald stellte sich heraus: Diese Sorge war unbegründet, denn exakt das Gegenteil war der Fall: Das Rote Kreuz hat hier die Rechnung wohl ohne die Zuverlässigkeit der Blutspender gemacht.

Keine Versorgungsengpässe

Die Tirolerinnen und Tiroler zeigten einmal mehr, was es heißt, Solidarität mit Menschen zu demonstrieren, die Blut zum Überleben brauchen. Sämtliche Blutspendetermine, die während der Lockdownphasen stattfanden, waren gut besucht, die Spendenbereitschaft ungebrochen hoch und die Blutkonservenlager in den Spitälern allzeit gefüllt.

Zu keinem Zeitpunkt kam es zu Versorgungsengpässen. Auch die Blutspendetermine konnten nahezu alle wie geplant durchgeführt werden. Möglich machten das die Unterstützer in den Gemeinden, die dem Blutspendeteam verlässlich die Räume zur Verfügung gestellt haben. Und möglich machten das vor allem die Tiroler Blutspenderinnen und -spender. Auf die kann das Rote Kreuz zählen. Sie alle sind der Held und die Heldin der heutigen guten Adventgeschichte. (TT)


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