Flock hat beim Heimrennen in Igls noch eine Rechnung offen

Nach dem Doppelsieg beim Auftakt im lettischen Sigulda will Janine Flock beim Skeleton-Heimweltcup in Igls ihre weiße Weste behalten. Das Herren-Team kam unterdessen noch nicht in Schwung.

Janine Flock und Trainer-Freund Matthias Guggenberger tüfteln noch an der richtigen Materialabstimmung für den Heim-Weltcup in Igls.
© gepa/Pranter

Von Günter Almberger

Innsbruck – Zwei Rennen, zwei Siege, eine Dominatorin: Janine Flock war beim Skeleton-Weltcup-Auftakt in Sigulda (LAT) eine Klasse für sich. Mit dem Gelben Trikot der Gesamtweltcup-Führenden und viel Selbstvertrauen im Gepäck trat die Rumerin zusammen mit Trainer-Freund Matthias Guggenberger nach über eineinhalb Monaten Aufenthalt in Lettland die Heimreise an. Die Vorfreude auf den ersten von zwei Weltcup-Bewerben in Igls an diesem Freitag wird bei der 31-Jährigen ein wenig getrübt. Noch immer hat die Heeressportlerin das Igls-Rennen aus der Vorsaison im Hinterkopf. Als Halbzeitführende musste sich Flock am Ende der Deutschen Jacqueline Lölling um nur zwei Hundertstelsekunden geschlagen geben. „Das wurmt mich schon noch. Ich hätte gerne meinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholt“, gesteht die Tirolerin.

So soll es eben übermorgen mit dem zweiten Triumph auf der Heimbahn klappen. Doch Flock weiß, dass das Rennen kein Selbstläufer wird: „Sigulda war eine Momentaufnahme. Die Karten werden neu gemischt. Ich werde mich jetzt nicht zurücklehnen und auf meinem Selbstvertrauen ausruhen.“

Bob- und Skeleton-Weltucp in Igls - Programm

  • Freitag: Herren-Skeleton (10.15 Uhr), Frauen-Skeleton (14.15 Uhr).
  • Samstag: 1. Rennen Zweierbob Herren (14 Uhr).
  • Sonntag: Zweierbob Damen (10 Uhr); 2. Rennen Zweierbob Herren (14 Uhr).

Ausgeruht wird hingegen endlich wieder auf der eigenen Couch. Flock und Guggenberger haben sich nach der langen Zeit in Lettland zu Hause in Selbstquarantäne begeben. „Ich wusste schon fast nicht mehr, wie gut sich die eigene Couch anfühlt“, muss Flock schmunzeln. Zu Familie und Freunden wird allerdings in Corona-Zeiten Abstand gehalten. „Wir wollen kein Risiko eingehen und uns an die Regeln des Internationalen Verbandes halten“, betont die dreifache Europameisterin.

Alles andere als rund lief es bisher für das heimische Herren-Team. Samuel Maier musste Corona-bedingt die Rennen in Sigulda auslassen, Florian Auer kam dort noch nicht richtig in Fahrt. Das hätte sich mit dem Heimvorteil (zahlreichen Trainingsfahrten Anfang November) in Igls ändern sollen. Doch durch die Niederschläge zuletzt musste die Bahn „korrigiert“ werden. „Das Profil der Bahn könnte sich dadurch verändert haben. Jetzt haben wir die gleiche Ausgangslage wie die Konkurrenz“, seufzt ÖBSV-Nationaltrainer Walter Stern.

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