Eine schöne, kinderfreundliche Runde: Krippele schauen in Imst

Der TT-Tourentipp führt diesmal nach Imst: Quer durch die Stadt wurden vom Krippenverein 35 Krippen aufgestellt. Eine schöne Runde, mit Kindern gut machbar und vor allem bei Dunkelheit sehr stimmungsvoll.

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Nur zwei der 35 Krippen, die am Krippenpfad in Imst zu sehen sind. Gezeigt werden auch Bretterkrippen (li.), aufgestellt sind die Krippen u. a. in Fenstern oder Schaukästen.
© Irene Rapp

Von Irene Rapp

Imst – Man kann sich beim Gang durch Imst vorstellen, wie viel Arbeit dafür erforderlich war. „An die 250 Stunden, und das bezieht sich nur auf das Aufstellen“, erzählt Hans Strobl, Obmann des Krippenvereins Imst. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, zeugt von viel Einsatz, viel Detailverliebtheit und viel Liebe für diese Tradition. Die Rede ist vom Krippeleaufstellen zur Weihnachtszeit bzw. vom Krippeleschauen.

„Vor 20 Jahren wollte der TVB, dass die Häuser geöffnet werden und die Leute Interessierten ihre Krippen zeigen“, erzählt Strobl. Das stieß jedoch auf wenig Gegenliebe, weswegen nach vier oder fünf Gläsern die Idee des Krippenpfades geboren wurde. Mit 17 in der Stadt aufgestellten Krippen fing es an, in diesem Jahr sind 35 zu sehen – in unterschiedlichsten Größen, Formen und Facetten.

Kinder werden eine Freude haben

Start ist bei der Johanneskirche in Imst (ein im Westen der Stadt befindliches gelbes Gotteshaus). Zwischen Kirche und Malchbach startet der Krippenpfad und führt gleich auf überdachtem Weg entlang des Bergls – einer kleinen Erhebung mitten in der Stadt – dahin. Das Tolle am Krippenpfad: Jede Krippe ist mit Zahl und den wichtigsten Infos u. a. zu den Besitzern versehen.

Kinder werden eine Freude haben, immer den nächsten Standort der Heiligen Familie zu suchen. Fündig wird man mal in einem Fenster, mal vor der Tür eines Hauses quer durch die Oberstadt. Verirren kann man sich auch nicht: Die Wegweiser „Krippenpfad“ sind unübersehbar. Nur einmal muss man heuer wegen einer Baustelle bei der Krippe 24 wieder ein kurzes Stück zurückgehen und dann die erste Gasse links hinauf.

Beim Köck Josef „Lee“ – Krippe Nr. 25 – kann man im Garten bis 23. Dezember die Herbergssuche sehen, ab 24. Dezember die Heilige Familie. Ein Lob gilt auch der Brunnengemeinschaft: Die Brunnen entlang des Krippenpfades sind ebenfalls weihnachtlich dekoriert.
© Welzig

So gelangt man u. a. bis zur Pfarrkirche, wenige Meter darunter hat man dann die 35. und letzte Krippe erreicht. Bei den aufgestellten Objekten handelt es sich teilweise um Krippen des Krippenvereins, teils um Leihgaben. Dass ausgerechnet heuer, zum 20-Jahr-Jubiläum des Krippenpfades, der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden kann, schmerzt Obmann ­Strobl nur ein wenig. „Es herrscht heuer eine ein wenig andere Stimmung. Und weniger ist mitunter mehr.“

Fazit: Wer Weihnachtsstimmung erleben will, sollte den liebevoll inszenierten Krippenpfad bei Dunkelheit gehen, wenn alles beleuchtet ist.

Informationen zum Krippenpfad

Ausgangspunkt: Start ist bei der Johanneskirche in Imst, gleich darunter befinden sich gebührenpflichtige Parkplätze. Für die gesamte Strecke sind 1,4 Kilometer und 70 Meter im Aufstieg zu bewältigen (Gehzeit: ab einer Stunde). Nach der letzten Krippe (Nr. 35) geht es rechts über die Pfarrgasse zurück zum Ausgangspunkt. Der Krippenpfad ist bis 6.1. aufgestellt.

Tipp: Der Krippenpfad wird von 10–23 Uhr beleuchtet, vor allem bei Dunkelheit entfaltet er seinen Reiz. In der Pfarrgasse 5 (gegenüber den Stadtwerken) können zudem weitere ausgestellte Krippen bewundert werden, Organisator ist die Krippenakademie Tarrenz (geöffnet bis 2. Februar, täglich von 13–17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10–17 Uhr).

Noch ein Tipp: Wer sich in Imst noch ein wenig die Füße vertreten will, kann das Wetterkreuz – toller Aussichtspunkt mit Kreuz – oberhalb von Imst ansteuern. Ausgangspunkt ist ebenfalls die Johanneskirche, daran geht man links vorbei und folgt den Wegweisern Wetterkreuz. Zu bewältigen sind ca. 150 Höhenmeter, gutes Schuhwerk empfehlenswert.


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