Dealender Pizzabäcker am Landesgericht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

Richterin Verena Offer abends vor Urteilsverkündung.
© Fellner Reinhard

➤ Pizzabäcker und Kellner aus Italien versammelten sich gestern erneut in Begleitung der Justizwache am Landesgericht. Schon am Vortag mussten sich die acht Angeklagten wegen Drogenhandels in krimineller Vereinigung verantworten. Dabei offenbarte der Prozess, wie sehr das Suchtgiftgeschäft die Gesellschaft schon unterwandert hat. So wurden mitten in Innsbruck über die Hintertüre einer Pizzeria und in einer nahen Wohnung Kokain, Amphetamine und Cannabis verkauft. Ein Mitangeklagter hatte Drogen gar per Fahrrad zugestellt – er war bei einem Essenslieferservice angestellt. Auch wenn einer der Italiener beim Pseudonym „derpate1“ eingekauft hatte, stellten alle mafiöses Wirken in Abrede: „Frau Rat, wir sind Freunde und keine kriminelle Vereinigung!“ Strafen bis zu sechs Jahre Haft ergingen teils rechtskräftig.

➤ Eine auffällig häufige Öffnung von Kassenschubladen führte gestern am Landesgericht gleich zu zwei Veruntreuungs-Prozessen gegen Ex-Mitarbeiterinnen einer Bäckereikette. Über einen Trick – Umsatzstorno verbunden mit Trinkgeldeingabe – sollten einmal 60.000 Euro versickert sein. Beobachtungen an der Kasse durch einen Detektiv waren aber zu wenig Beweis für die Täterschaft – Freispruch. Im Fall fehlender 15.000 Euro wollte die Angeklagte das einstige Geständnis vor dem Chef – vergebens – widerrufen: 5400 Euro Geldstrafe, 3600 unbedingt, ergingen nicht rechtskräftig. (fell)

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