Venet Bergbahnen: ÖVP lenkte nach SPÖ-Beschwerde ein

Für die Venetbahn gibt es keinen finanziellen Polster im Voraus.
© Wenzel

Landeck, Zams – Deutlich niedriger als im August mit den Stimmen der Landecker ÖVP-Mehrheitsfraktion im Gemeinderat beschlossen fällt die neueste Geldspritze an die Venet Bergbahnen AG aus (die Gemeinden Landeck und Zams sind Hauptaktionäre). Geplant war eine Mio. Euro, mit der das Seilbahn-Unternehmen aus Steuermitteln subventioniert werden sollte. Aber SPÖ-Fraktionsobmann GR Manfred Jenewein hatte mangelnde Transparenz reklamiert und eine Aufsichtsbeschwerde bei der Gemeindeabteilung an der BH Landeck eingereicht. Mit Erfolg – die TT berichtete.

Zur Sitzung am Donnerstag, in der das Thema wieder auf der Tagesordnung stand, hatte Jenewein die Venet-Unterstützung neu aufbereitet. „Es ist ein guter Vorschlag und eine konstruktive Vorgangsweise“, lenkte VBM Thomas Hittler (ÖVP) ein. Abzüglich TVB-Subvention und Anteil der Gemeinde Zams entfalle auf die Stadt Landeck nur noch ein Haftungsbetrag von 330.000 Euro. Dem neuerlichen Antrag stimmten 17 Mandatare (ÖVP, SPÖ und Grüne) zu, die beiden Freiheitlichen votierten dagegen.

Jeneweins Debattenbeitrag fiel kritisch aus: „Wir haben uns gefragt, wie die ursprüngliche Million zustande kommt und dazu keine Antwort bekommen.“ Deshalb habe man sich – erstmals seit 18 Jahren – zu einer Aufsichtsbeschwerde entschlossen. „Die BH Land-eck hat dann im Klartext gesagt, was Sache ist.“ Die SPÖ positioniere sich keinesfalls gegen den Venet und man wolle die Bahn nicht pleitegehen lassen. „Wir wollen nur eine korrekte, nachvollziehbare Vorgangsweise.“

Nur zufällig sei er in der jüngsten Finanzausschusssitzung „draufgekommen“, dass im ursprünglichen Millionenpakt ein Betrag von 300.000 Euro als „Liquiditätspolster“ für künftige Betriebsabgänge vorgesehen war. „Das geht einfach nicht. Schon gar nicht, wenn dieses Geld mit einem Darlehen finanziert werden soll.“

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Für die Freiheitlichen erklärte StR Roland König: „Vor acht Jahren hieß es, dass uns der Venet-Vorstand vierteljährlich Berichte vorlegt. Das war nicht der Fall.“ Daher gebe es keine Zustimmung. „Man muss sich fragen, ob die Venetbahn für Landeck und Zams leistbar ist.“ (hwe)


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