Mindestens zehn Tote bei Taliban-Angriff in Afghanistan

Bei einem Taliban-Angriff in der afghanischen Provinz Kunduz sind mindestens zehn Sicherheitskräfte getötet worden. Die acht Polizisten und zwei Soldaten einer örtlichen Einheit seien von den Angreifern im Bezirk Imam Sahib im Nordosten des Landes überfallen worden, sagten örtliche Behördenvertreter der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Demnach wurden weitere Polizisten verletzt, zu ihrer Anzahl wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Kunduz zählt zu einer der besonders umkämpften Provinzen in Afghanistan. Seit dem 12. September sprechen die Taliban mit Vertretern Afghanistans über Frieden. Der Prozess war im Streit um die Verfahrensfragen ins Stocken geraten. Eine Waffenruhe lehnen die Taliban weiter ab. Das Gastgeberland Katar hatte die Rolle eines Vermittlers eingenommen. Der Konflikt im Land geht unverändert weiter.

Ende Februar unterzeichneten die Taliban ein Abkommen mit den USA, das einen schrittweisen Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan vorsieht. Die Friedensverhandlungen sind das wichtigste Zugeständnis, das die USA den Taliban abringen konnten. Im Gegenzug verpflichteten sich die Islamisten, Verbindungen zu anderen Terroristen zu beenden.


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