Roter Konter zu Grünen-Mandatar: „Es geht darum, die Aufgaben zu erledigen"

Herr in Richtung Grüne: „Wir sind ein verlässlicher Partner.“
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Von Serdar Sahin

Wien – Grünen-Nationalratsmandatar Lukas Hammer hat in einem TT-Interview gesagt, innerhalb der SPÖ gebe es nicht immer Konsens in Sachen Klimaschutz. SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr lässt das nicht gelten: „Wir haben das Klimavolksbegehren unterstützt. Wir haben selbst als SPÖ-Mandatare Flyer für das Volksbegehren verteilt. Wir stehen also dahinter.“

Herr will auch eines klarstellen: „Wir unterstützen natürlich einen Allparteienantrag. Wichtig ist, dass darin nicht bla bla steht, sondern konkrete Ansagen, Punkte und handfeste Beschlüsse.“ Herr nennt „etwa ein neues Klimaschutzgesetz mit klaren CO2-Reduktionszielen und einen Klimacheck, den wir schon vor Monaten im Parlament beschlossen haben. Nur, es gibt ihn noch nicht.“

Herr moniert: „Wir haben für 2021 keine CO2-Ziele definiert.“ Österreich sei wahrscheinlich das einzige Land in der EU, das nicht wisse, was es in ein paar Wochen an CO2 einsparen wolle. „Es geht darum, die Aufgaben zu erledigen.“

Die SPÖ-Mandatarin findet es nicht sinnvoll, die Auseinandersetzung mit den Grünen zu suchen. „Wir sind ein verlässlicher Partner – gerade, wenn es um sozial gerechten Klimaschutz geht. Wir haben vielleicht eine etwas andere Vorstellung von Klimaschutz – eine, wo auch Arbeitsplätze stark im Mittelpunkt stehen.“ Gerade jetzt, in einer Zeit der größten historischen Arbeitslosigkeit, sollte das nach Ansicht von Herr ein Schwerpunktthema sein.

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Überhaupt gebe „es sicher andere Parteien, die die Grünen wohl mehr von Klimaschutz überzeugen müssten als die SPÖ“.


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