EM-Medaille verpasst, aber Schöneggers nächster Plan steht längst

Die Enttäuschung nach Platz fünf bei der Taekwondo-EM ist groß, doch Christina Schönegger trainiert weiter – für weit Größeres, für Olympia.

Ein Kick für die Zukunft – Christina Schönegger (r.) hofft auf mehr.
© Huber

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –„Es lief leider gar nicht gut“, sagt Christina Schönegger. Die Enttäuschung nach der EM am Wochenende in Sarajevo ist groß, dabei könnte sich ein fünfter Platz ja durchaus sehen lassen. „Nein, eigentlich nicht. Mein Ziel war eine Medaille“, erklärt die Innsbruckerin selbstkritisch, nachdem sie im Viertelfinale des 49-kg-Bewerbs ausgeschieden war. Edelmetall für Österreich holte nach 16 Jahren ohne Damen-EM-Medaille eine andere: Marlene Jahl aus Wien mit Bronze (+73 kg).

Die Bedingungen für die Sportler waren aufgrund der Corona-Pandemie durchaus speziell: Schönegger durfte nur für Essen und Training das Hotelzimmer verlassen und musste sich auch am Hotelgang für die Kämpfe aufwärmen. Als Ausrede lässt sie das aber nicht gelten: „Wenn man mal im Wettkampfmodus ist, spielt das keine große Rolle und es ging ja allen gleich.“ Die 27-Jährige ist sich ohnehin sicher, dass es nur an ihr selbst gelegen sei: „Ich hemme mich manchmal selbst, in dem ich zu viel will, und kann mein Potenzial dann nicht voll ausschöpfen.“

Schönegger klingt ratlos, aber jetzt macht die in Saalfelden aufgewachsene Sportstudentin erst mal Pause. Im Jänner geht es mit Trainer Gerhard Huber in Tirol dann wieder weiter, in Richtung großes Ziel, der Qualifikation für die Olympischen Spiele. „In unserem Sport ist es fast leichter, eine Olympiamedaille zu holen, als sich überhaupt dafür zu qualifizieren“, sagt Schönegger und lächelt – so gar nicht ratlos: „Der Plan steht, im Mai zählt’s.“

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