Ab 24. Dezember geöffnet: Tierische Vorfreude beim Alpenzoo

Nach fast sechswöchiger Zwangspause ist der Innsbrucker Alpenzoo ab 24. Dezember wieder für Besucher geöffnet. Es gilt die Maskenpflicht.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung. Es gilt das Hygiene- und Sicherheitskonzept anzupassen.
© Foto Rudy De Moor

❗ Hinweis

Der Alpenzoo wird nun doch nicht wie geplant über Weihnachten öffnen. Nähere Infos dazu HIER.

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck – Kommende Woche wird’s was geben: Nicht nur, weil da am Donnerstag das lange Warten auf das Christkind ein Ende hat und endlich das 24. Türchen am Adventkalender geöffnet werden darf. Am Tag des Heiligen Abends dürfen nämlich laut jüngster Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung auch anderenorts wieder die Pforten öffnen – nämlich die von Tierparks, Zoos und botanischen Gärten.

Entsprechend gut ist die Stimmung dieser Tage bei André Stadler, dem Direktor des Alpenzoos in Innsbruck. „Heute sehe ich die Welt schon wieder optimistischer“, freut er sich über die Tatsache, in der kommenden Woche den Zoo erstmals seit dem Lockdown am 17. November wieder aufsperren zu dürfen. „Insgesamt kann man sagen, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind, aber nicht k. o. geschlagen wurden“, fällt Stadlers Bilanz über die vergangenen Wochen trotz allem vorsichtig positiv aus. Geholfen hätten dabei die zahlreichen Unterstützer des Alpenzoos – wie die Tierpaten, aber auch Stadt und Land.

Eine Herausforderung sei es vor allem deswegen gewesen, weil man einen Zoo nicht einfach so wie eine Bar oder ein Geschäft dichtmachen könne: „Wir sind mit fast 100 Prozent der Kosten bei null Prozent Umsatz weitergefahren.“ Schließlich müssen auch ohne Besucher die Tiere betreut, gepflegt, gefüttert und behandelt werden. Durchschnittlich seien es 8000 Euro pro Tag, die der Zoobetrieb kostet. „Es ist eine sechsstellige Summe, die wir verloren haben“, rechnet Stadler vor.

Bei aller Freude darüber, dass es am 24. Dezember wieder losgeht, lässt der Zoodirektor auch Unverständnis durchklingen, dass die Zoos und Tierparks erst jetzt öffnen dürfen und nicht etwa wie die Museen bereits am 7. Dezember. „Das Meiste spielt sich bei uns ja im Freien ab.“ Dass etwa auch das Projekt „Lumagica“ mit seinen interaktiven Lichtstationen im Hofgarten für Besucher offen war, der Alpenzoo aber nicht, könne er nur schwer nachvollziehen. „Kein Neid den Kollegen gegenüber – aber vom Grundsatz unterscheiden wir uns nicht groß. Nur dass unsere Tiere halt nicht leuchten, sondern lebendig sind.“

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Derzeit laufen im Alpenzoo die Vorbereitungen für den Tag der Wiedereröffnung. Am 24. Dezember wird der Zoo traditionell gerne von Familien besucht, während zu Hause das Christkind seine Arbeit tut. Damit alles sicher abläuft, wird das nach dem ersten Lockdown umgesetzte Hygiene- und Abstandskonzept adaptiert. Dieses sieht unter anderem Einbahnregelungen für die Besucherströme und zusätzliche Hygienespender vor. „Weil die Formulierung in der Verordnung etwas unklar ist, haben wir uns außerdem entschieden, im ganzen Zoo die Maskenpflicht einzuführen – also auch im Freien“, sagt Stadler. Er freue sich jedenfalls auf zahlreiche lachende Kindergesichter – auch wenn diese sicher hinter Masken versteckt sind.


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