Georg Hoblik ins Boot geholt: Medalp-Gruppe mit neuer Führung

Aufsichtsratsvorsitzender Luis Schranz holte kürzlich den Manager Georg Hoblik in die Imster Zentrale der Medalp Holding AG mit fünf Standorten in Tirol.

Medalp-Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Luis Schranz (l.) hat den 52-jährigen Geschäftsführer Georg Hoblik ins Boot geholt.
© Wenzel

Imst – „Wir haben unseren 60er alle schon gefeiert“, verriet der Unfallchirurg Luis Schranz kürzlich in der Imster Medalp-Klinik. Gemeint hat er damit seine Arzt­kollegen Hermann Köhle sowie Manfred Lener, mit denen er vor fast 20 Jahren den Tiroler Gesundheitsbetrieb aus der Taufe gehoben hat.

Vor diesem Hintergrund sah Schranz die Zeit gekommen, „die Weichen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Medalp-Gruppe zu stellen“. Mit Georg Hoblik konnte er einen erfahrenen Manager für die operative Geschäftsführung ins Boot holen. Zuvor war der 52-jährige Niederösterreicher im Chirurgie- und Sportsanatorium von Christian Schenk in Schruns sowie bei der Silvretta Montafon Bergbahnen AG tätig.

„Operativ hat bei uns eine zweifache Bedeutung“, klärte Schranz auf. Hoblik werde definitiv nicht mit dem Skalpell arbeiten, sondern das Unternehmen auf einem kaufmännisch gesunden Kurs steuern. Neben dem Headquarter in Imst hat die Medalp weitere Standorte in Sölden, Innsbruck, Mayrhofen und neuerdings auch in Zell am Ziller.

Das Medalp-Team zählt 220 Köpfe, davon 35 Ärztinnen und Ärzte. Jährlich werden 25.000 Patienten betreut, davon 15.000 (10.000 Einheimische und 5000 Touristen) am Standort in Imst. Die Chirurgen bewältigen 3500 Operationen, also fast zehn OPs täglich. „Wir sehen uns als Partner der medizinischen Versorgung in Tirol“, hob Schranz hervor. Im Oberland arbeite man eng mit dem Zammer Krankenhaus St. Vinzenz zusammen. Weil derzeit „touristische Patienten“ fehlen, habe auch die Med-alp teilweise auf Kurzarbeit umstellen müssen. „Dass so etwas kommt, hätten wir nie gedacht“, so Schranz. (hwe)

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