Die gute Geschichte: Auch der Enkel hilft eifrig mit

Seit fast einem Dreivierteljahrhundert und mittlerweile in dritter Generation engagiert sich die Familie Saurwein aus Imsterberg für die Sozialen Dienste der Kapuziner.

David und seine Schwester Valeria blättern im aktuellen fidelis-Magazin.
© slw/Berger

Imsterberg – „Vom Himmel auf Erden. Und noch mehr“ lautet der Leitspruch des fidelis-Magazins, das die 10.000 Mitglieder des Vereins des slw, der Sozialen Dienste der Kapuziner, fünfmal im Jahr erhalten. Das Blatt hat zum Ziel, in jeder Ausgabe berührende Lebensgeschichten zu erzählen, die Mut machen sollen.

Und der fidelis hat Tradition: Seit 1908 werden die Hefte vom slw an so genannte Förderinnen und Förderer geschickt. Diese verteilen die aktuelle Ausgabe dann im Dorf und legen dabei viele Kilometer zu Fuß oder auf dem Fahrrad ehrenamtlich zurück. Oft ist das auch gelebte Seelsorge, denn die derzeit rund 600 Förderinnen werden dabei von Leserinnen und Lesern in Gespräche verwickelt – besonders dann, wenn diese abgelegen wohnen und selten Besuch bekommen.

David weiß genau, wem wir auf unserer Tour ein Heft vorbeibringen.
Annemarie Hasslwanter (slw-Freiwillige)

Einer der Freiwilligen ist Toni Saurwein aus Imsterberg mit seine Familie. Schon als zehnjähriger Bub hat er beim Verteilen geholfen. Und das ist noch heute wie eine Familientradition: Damit die etwa 80 Hefte sowohl an der Talsohle als auch am Berg verteilt werden, hat Saurwein eifrige Unterstützung – seine Frau Ute und seine Schwester Annemarie Hasslwanter, die erzählt: „Seit zwei Jahren nehme ich auch meinen Enkel David mit. Der fragt jedes Mal, wann denn der neue fidelis kommt. Und er weiß schon genau, wem wir auf unserer Tour ein Heft vorbeibringen.“

Davids Papa Stefan ergänzt: „Bei manchen Bezieherinnen und Beziehern weiß die Mama, dass es hin und wieder etwas länger dauern kann, weil ihre Besuche schon erwartet und gerne dafür genützt werden, um sich auszutauschen.“

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Der slw hat heuer – aus Rücksichtnahme auf die Gesundheit der freiwilligen Helfer, aber auch der Heft-Empfänger – die persönliche Verteilung jedem und jeder freigestellt. „Viele Förderinnen und Förderer haben sich nach unserem Aufruf gemeldet und sich dafür entschieden, den fidelis im Sommer wie gewohnt – unter Wahrung der Sicherheitsabstände – zu verteilen“, sagt der Chefredakteur und Obere der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol, Erich Geir: „Das ist für mich gelebte Barmherzigkeit – und ich rechne es den Förderinnen und Förderern hoch an, dass sie dem slw auch in diesen Zeiten weiterhin eng verbunden sind. Dass sie bereit sind, mit dem fidelis-Magazin Menschen im slw zu unterstützen, die es im Leben nicht immer so einfach haben.“ (TT)


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