Kombinierer Greiderer, Lamparter in Ramsau Vierter, Fünfter

Ramsau-Spezialist Vinzenz Geiger verlässt den Weltcup-Schauplatz Ramsau 2020 als Doppel-Sieger. Der Deutsche hatte wie schon am Vortag im Zweikampf mit Weltcup-Leader Jarl Magnus Riiber den längeren Atem. Er siegte in 23:28,8 Minuten 0,2 Sekunden vor dem Norweger und fünf Sekunden vor seinem Landsmann Fabian Rießle. Für die wieder stärksten Österreicher Lukas Greiderer und den zwischenzeitlich in der Loipe führenden Johannes Lamparter blieben diesmal die Ränge vier und fünf.

Greiderer, am Samstag Dritter, verpasste um fünf Sekunden das neuerliche Podest und den Sieg um zehn Sekunden. Auch Youngster Johannes Lamparter zeigte mit Rang fünf, nur eine Sekunde hinter Greiderer, neuerlich auf. Drittbester ÖSV-Mann wurde Martin Fritz als 13. Für Geiger war es sein insgesamt fünfter Weltcupsieg.

Geiger, der den ersten Doppelsieg in der Ramsau seit Mario Stecher 2010 feierte, war happy: „Es war wieder ein genialer Tag. Der Sprung war noch einen Tick besser als gestern, die Ausgangssituation war für mich perfekt.“

Für Greiderer hätte es fast erneut zum Podest gereicht und dem trauerte er dann auch ein wenig nach. „Es war sicher ein gutes Wochenende, obwohl ich mir sicher heute ein bisserl mehr ausgerechnet habe. Es war zum Schluss ein bisserl zäher, Riiber war so stark, keine Chance. Ich habe alles gegeben, jetzt ist es halt der ‚Bürgermeister‘ (4.) geworden“, erklärte Greiderer, der aber besonders mit seinen Ramsau-Leistungen auf der Schanze sehr zufrieden war.

Gar keinen Grund zum Trübsal blasen hatte auch Lamparter. Er ist im ÖSV-Team weiter die Konstanz in Person. Nach den Rängen zwei, sechs, vier, vier und nun fünf liegt die große rot-weiß-rote Nachwuchshoffnung im Gesamt-Weltcup mit 265 Punkten immer noch auf Platz zwei hinter Riiber, 95 Punkte hinter dem norwegischen Titelverteidiger. Geiger ist Gesamt-Dritter, nur 14 Zähler hinter Lamparter. Greiderer hat sich im Gesamt-Weltcup auf Platz acht gearbeitet.

„Ich bin trotzdem megahappy in meiner Ausgangssituation, ich bin jetzt nicht der Obersprinter. Ich muss probieren, dass ich das Tempo sehr hochhalte. Ich werde auf jeden Fall dran arbeiten, dass ich da auch noch die Luft nach oben mache und dann irgendwann einmal auch die schlage“, versprach Lamparter im ORF.

Cheftrainer Christoph Eugen war „speziell mit Greiderer und Lamparter sehr zufrieden“. „Sie sind auf der Schanze voll da und auch auf der Loipe sehr aktiv. Wirklich gut, heute speziell Martin Fritz und Lukas Klapfer haben einen Schritt nach vorne gemacht. Das stimmt mich positiv für die Jänner-Weltcups“, sagte der ÖSV-Funktionär. Nach dem Schock mit dem Kreuzbandriss samt Saison-Ausfall von Lokalmatador Franz-Josef Rehrl hat das ÖSV-Team auch mentale Stärke bewiesen.


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