Florian Silbereisen: „Habe Fernweh wie noch nie“

Vor einem Jahr feierte Florian Silbereisen seine Premiere auf dem „Traumschiff“, am 26. Dezember ist er wieder als Kapitän Max Parger zu sehen. Ein Gespräch mit dem 39-Jährigen über ein außergewöhnliches Jahr.

Florian Silbereisen: Der „Traumschiff“-Kapitän macht auch als Sänger eine gute Figur.
© imago images/3S PHOTOGRAPHY

Haben Sie sich schon daran gewöhnt, „Traumschiff“-Kapitän zu sein?

Florian Silbereisen: Es ist für mich immer etwas Besonderes, für das Traumschiff in die Kapitänsuniform zu schlüpfen. Es fühlt sich gut an und es macht mir viel Spaß. Und nach wie vor ist es für mich eine große Ehre, Teil dieser Kultserie zu sein, die für Millionen Menschen als fester Bestandteil zu Weihnachten und Neujahr dazugehört!

Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise Ihrer Ansicht nach auf Dauer auf das Traumschiff haben?

Silbereisen: Darauf kann momentan niemand eine seriöse Antwort geben. Wenn unsere Politiker und Virologen noch nicht mal sagen können, wie es im Jänner weitergeht, wie soll ich dann beantworten können, wie es in einigen Monaten mit der Schifffahrt aussieht? Aber ich bleibe optimistisch.

Haben Sie 2020 unter Fernweh gelitten?

Silbereisen: Eine für mich sehr spannende Frage. Es gab bei mir schon oft Jahre, in denen ich nicht groß verreist bin, und ich hatte deshalb nie Fernweh. Ich bin nämlich sehr gern daheim. In diesem Jahr hatte ich aber plötzlich solches Fernweh wie noch nie. Ich habe mich damit intensiv auseinandergesetzt und könnte jetzt lange philosophieren. Die Erklärung ist aber ganz einfach. Erstens: Ich hatte noch nie so viel freie Zeit. Keine Tournee, keine Konzerte, Galas und so weiter. Und zweitens: Wenn etwas nur eingeschränkt möglich oder sogar verboten ist, wollen wir es noch viel mehr. Reisen bedeutet Freiheit und meine Generation musste sich mit dem Thema Reiseeinschränkungen oder gar Verzicht noch nie zuvor beschäftigen. Das sollte uns alle demütig machen.

Ihre Beziehung zu Helene Fischer stand massiv im Blick der Öffentlichkeit, zuletzt hat man wenig Privates von Ihnen erfahren: Wollen Sie in Zukunft Privates ganz privat halten?

Silbereisen: Ich habe Privates schon immer möglichst privat gehalten und das ist mir, im Rahmen der Möglichkeiten, auch gut gelungen. Dass in den bunten Blättern seit Jahren über mein Privatleben spekuliert wird und ständig neue, völlig frei erfundene Geschichten über mich erzählt werden, ist aber manchmal nervig.

Gibt es etwas, dass Sie 2020 über sich gelernt haben?

Silbereisen: Ich habe gelernt, geduldig zu sein. Das war bisher keine Stärke von mir.

Und was sind Ihre Pläne für das kommende Jahr?

Silbereisen: Natürlich machen wir uns im Team viele Gedanken und bereiten uns auf diverse Szenarien vor. Für große und fixe Pläne ist aber momentan der falsche Zeitpunkt. Nun heißt es erstmal, weiterhin mit viel Geduld und vor allem gesund durch die Pandemie zu kommen. (dpa)

Im TV

Am 26. Dezember (20.15 Uhr, ORF 2 und ZDF) macht sich das „Traumschiff“ auf nach Kapstadt.


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