Schneefälle Anfang Dezember kosten Lienz 500.000 Euro

Nach dem Schneechaos Anfang Dezember wird in der Stadt geräumt, kein Ende ist in Sicht. Und es soll wieder schneien.

Seit 8. Dezember läuft die Schneeräumung in Lienz auf vollen Touren
© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Lienz – Mit dem großen Schnee am ersten Dezemberwochenende hat es Frau Holle in Osttirol wohl übertrieben. Innerhalb von wenigen Tagen fiel mehr Schnee als sonst in einem ganzen Winter. Seit 8. Dezember läuft die Schneeräumung in Lienz auf vollen Touren, und noch immer türmen sich weiße bzw. graue Berge an vielen Stellen der Stadt.

Dabei schuften die Männer des Lienzer Wirtschaftshofs nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht, um der Schneemassen Herr zu werden. Ausgerückt wird mit 30 Arbeitskräften und 14 Multifunktionsfahrzeugen. Allerdings geht es diesmal nicht ohne die Hilfe von Fremdfirmen. Deshalb musste der Lienzer Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend Geld für die Schneeräumung nachschießen. Die Summe von 330.000 Euro wurde beschlossen – Geld, mit dem die zusätzlich angestellten Hilfskräfte bezahlt werden, wie Bürgermeisterin Elisabeth Blanik ausführt. Damit hat die Schneeräumung in Lienz seit dem 8. Dezember insgesamt 350.000 Euro verschlungen.

Und es soll neuer Schnee kommen. Bis zu 70 Zentimeter sind vorhergesagt, was dem Finanzverwalter der Stadt, Peter Blasisker, große Sorgen bereitet. Dann wären noch einmal 150.000 Euro fällig. „Wenn es wie prognostiziert wieder schneit, kommen wir allein im Dezember auf 500.000 Euro Räumkosten.“

Ein „Schnee aus“ wird es also nicht so bald geben. Da es auch mehrmals geregnet hat, ist der Schnee mittlerweile pickelhart und noch schwerer zu entfernen. Über Weihnachten müssen sich die Mitarbeiter des Wirtschaftshofs erst einmal ausruhen, fordert Blanik. „Die sind wirklich am absoluten Limit ihrer Belastbarkeit angelangt.“

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