Viele Varianten für Pistentourengeher in Tiroler Skigebieten

Symbolfoto.
© Angerer Harald

Innsbruck, Reutte, Lienz – Im ganzen Land wird versucht, den besonderen Bedürfnissen der Skitourengeher entgegenzukommen. Auf Sicherheitsvorgaben bei der Pistenpräparierung und Corona-Beschränkungen wurde Bedacht genommen. Die „Lösungen“ sind dabei durchaus kreativ und unterschiedlich. Für den Raum Innsbruck hat das Land Tirol neun Abendtouren zusammengefasst, auf denen Tourengeher gefahrlos auf den Pisten unterwegs sein können. Axamer Lizum, Glungezer, Muttereralm und Birgitzköpfl, Rangger Köpfl, Serles, Bergeralm, Hochanger, Rosshütte, Patscherkofel und Kellerjoch sind dabei genannt. Auf der Landeshomepage sind die Abendtouren der Liftbetreiber unter dem Link tirol.gv.at/pistentouren zu finden.

„Darüber hinaus bieten sich die aufgelassenen Skipisten am Sattelberg, Grünberg oder zur Rauthhütte für Abendtouren an. Wer will, findet ein passendes Angebot“, ist Sportlandesrat LHStv. Josef Geisler überzeugt. Den Tag mit einer Tour zu beenden, sich am Abend in freier Natur auszupowern oder den Kopf klarzubekommen, sei ein anhaltender Trend, den das Land mit einem umfangreichen Angebot in geordnete und sichere und faire Bahnen lenken wolle. Pistensperren seien ausnahmslos zu beachten, urgiert er. Der Videoclip „Mach dich sichtbar“ des Landes im Rahmen der Pistentouren-Initiative von „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ mache dies klar.

Setzt der Großraum Innsbruck auf sichere Abendtouren, so hat sich etwa die Bergwelt Hahnenkamm in Höfen im Außerfern für ein Tageszeitsplitting entschieden. Liftbenutzende Wintersportler werden am Hahnenkamm von den Tourengehern zeitlich getrennt. Der Seilbahnbetrieb mit der Kabinenbahn läuft ab heute jeden Tag von 8.30 bis 13 Uhr. Diese viereinhalb Stunden gehören ausschließlich den auf den Berg gehobenen Skifahrern. Während dieser Seilbahnbetriebszeit ist das Skitourengehen auf der Piste verboten. Den Tourengehern steht dann aber der ganze Nachmittag zur Verfügung. Von 13 bis 17 Uhr sind die Felltreter ausdrücklich und herzlich willkommen, heißt es seitens der Bergwelt. Ab 17 Uhr sind dann alle Pisten zur Präparierung gesperrt. Tourenski­abende seien wegen geschlossener Hütten derzeit sowieso kein Thema.

Vom Nordwesten in den Südosten Tirols – die Lienzer Bergbahnen setzen diese Wintersaison auf eine räumliche Entflechtung in ihren beiden Skigebieten. Das Zettersfeld im Norden der Stadt öffnet am 24. Dezember für den normalen Skibetrieb. Der Hochstein hingegen bleibt den Tourengehern vorbehalten, diese Lifte gehen den ganzen Winter über nicht in Betrieb. Das sei eine Sparmaßnahme, sagt Bergbahnen-Vorstand Mario Tölderer. „Beides zu öffnen, wäre wirtschaftlich nicht vertretbar. Am Hochstein wird aber regelmäßig gespurt und präpariert, damit die Tourengeher gute Bedingungen haben.“ (TT, hm, co)

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