Zum Saisonstart gibt es Rabatte in Tiroler Skigebieten

Zahlreiche Skigebiete starten in den kommenden Tagen die Saison – viele mit Aktionen.

Etliche Skigebiete im Land starten in den kommenden Tagen wieder durch.
© Zangerl

Von Elisabeth Zangerl

Innsbruck – In die Bindung. Fertig. Los. Zahlreiche Tiroler Skigebiete starten heute bzw. in den kommenden Tagen in die Corona-Saison. Vor dem ersten Schwung gab es bekanntlich für die Betreiber zahlreiche Hürden. Trotzdem senken einige die Preise – wie ein kurzer, nicht repräsentativer Rundruf zeigt.

„Einfach“ sei die Preisgestaltung gewesen, erklärt Jakob Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden. Die Ötztaler wollen „günstige Tarife für die wenigen einheimischen Skifahrer, die kommen dürfen“. Saisonkartenbesitzern des Vorjahres gewährt man einen Rabatt. Auch den Tagesgästen will man im Krisenwinter mit einem Spezialtarif von 35 Euro pro Tageskarte für einen Erwachsenen entgegenkommen.

Ähnlich schaut es in Kitzbühel aus: „Auf jeden Fall sperren wir heute auf – mit über 40 von 57 Anlagen“, erklärt Sylvia Brix, die Marketingleiterin der Bergbahn AG Kitzbühel. Auch hier ist man im Krisenjahr um die wenigen potenziellen Skifahrer bemüht: „Wir haben unsere Sparsaison (€ 44,50 pro Tageskarte) bis 10. Jänner 2021 verlängert.“ Saisonkartenbesitzer bekommen für die Corona-bedingte, frühzeitige Schließung im Frühjahr einen Rabatt, und: „Mit der KitzSki-Garantie erhalten Saisonkartenbesitzer für ausgefallene Monate eine Gutschrift.“

Optimismus auch bei den Mayrhofner Bergbahnen. Geschäftsführer Meinrad Wilfing sagt: „Auch wir sperren am 24. Dezember auf. Insgesamt fast 90 Lifte (von 180), das entspricht im gesamten Tal 300 Pistenkilometern, allein in Mayrhofen werden 24 Anlagen geöffnet und 100 Pistenkilometer zur Verfügung stehen.“ Zur Preisgestaltung erklärt GF Wilfing: „Viele Gäste von außerhalb des Tales werden nicht kommen – die Tarife sind rabattiert.“ Zudem wirbt Wilfing: „So viel Fläche zum Skifahren wie in diesem Jahr stand dem einzelnen Skifahrer sicher noch nie zur Verfügung.“

Eines der großen Gebiete, die nicht starten, ist wie berichtet Ischgl. Für den Geschäftsführer der Silvretta Seilbahn AG, Günther Zangerl, sind es die verschärften Vorgaben, die ein Aufsperren im länderübergreifenden Skigebiet fast unmöglich machen: „In Samnaun gelten die gesetzlichen Regelungen der Schweiz. So dürfte etwa ein Schweizer ohn­e Problem die Landesgrenze überschreiten, wenn ein Österreicher jedoch Schweizer Boden betritt, müsste er anschließend in Quarantäne.“

Am Arlberg startet die Saison später. Vorstand Mario Stedile-Foradori erklärt: „Wir sperren mit 26. Dezember auf.“ Geöffnet sind fast alle Lifte, die Verbindung nach Lech/Zürs und der Rendl nicht. Derzeit gelten so genannte „Schneekristalltarife“, also Vorsaisontarife – damit ist man rund 30 Prozent günstiger als sonst.


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