Exklusiv

Gewessler über BBT: „Vorteilhafteste“ Option für den Steuerzahler

Ministerin Gewessler verteidigt in Sachen Brennerbasistunnel die Vertragsauflösung und glaubt, dass Gesamtkosten halten werden.

Im Herbst 2021 sollen die Bauarbeiten beim Baulos Pfons-Brenner wieder aufgenommen werden. Die Neuausschreibung wird derzeit vorbereitet.
© Böhm Thomas

Von Peter Nindler

Innsbruck – Dass die Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE nach zwei Jahren den Vertrag für das 15 Kilometer lange Baulos Pfons-Brenner mit einem Konsortium rund um den Baukonzern Porr Ende Oktober aufgelöst hat, schlägt Wellen. Um 966 Millionen Euro wurde das Kernstück des Brennerbasistunnels (BBT) seinerzeit vergeben, 150 Millionen Euro hat die Porr bereits verbaut.

Als Grund für die Vertragsauflösung führt die BBT SE einen massiven Vertrauensverlust sowie eine „endgültige Leistungsverweigerung und Leistungsverzögerungen“ in mehreren zentralen vertraglichen Punkten an. Für die Porr waren hingegen die Außenschalen für die Tunnelröhren ausschlaggebend, in der vorgegebenen Stärke hätten sie den geforderten statischen Ansprüchen nicht entsprochen. Die Mehrkosten für stärkere Tübbinge werden mit rund 100 Millionen Euro beziffert. Das Baulos wird jetzt aufgeteilt und die beiden Abschnitte neu ausgeschrieben. Die Porr kündigte bereits rechtliche Schritte an, möglicherweise kommt es aber zu einer „finanziellen“ außergerichtlichen Einigung.

Exklusiv

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte