Dutzende Tote bei Angriff in äthiopischer Unruheregion

Bei einem Angriff von Unbekannten in der äthiopischen Unruheregion Benishangul-Gumuz offenbar am Mittwoch Dutzende Menschen getötet worden. Die nationale Menschenrechtskommission (EHRC) berichtete, dass bewaffnete Männer mehr als 100 Menschen getötet hatten. Überlebende hätten „verstörende Beweisfotos“ vorgelegt, teilte die der Regierung in Addis-Abeba nahestehende EHRC am Mittwoch mit. 36 Menschen seien mit Schuss-und Pfeilwunden in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Angriff habe noch vor Morgengrauen am Mittwoch begonnen, während die Bewohner des Gebiets Metekel noch geschlafen hätten, hieß es in der Mitteilung. Der Angriff dauerte demnach bis zum Nachmittag an. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien „keine Polizisten oder Sicherheitskräfte“ in der Nähe des Tatorts gewesen. Einige Überlebende hätten angegeben, die Täter gekannt zu haben.

Ein Bauer in der Stadt Bulen sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er habe zahlreiche Leichen in einem Feld in der Nähe seines Hauses gesehen. Ein weiterer Bewohner erklärte, bewaffnete Männer hätten die Region gegen 06.00 Uhr (Ortszeit; 04.00 Uhr MEZ) gestürmt. Er habe später 20 Leichen an verschiedenen Orten gezählt.

Ein Sanitäter sprach von 38 Verwundeten, die meisten mit Schussverletzungen. Nach Angaben der EHRC setzten die Angreifer auch zahlreiche Felder in Brand. Ein Augenzeuge habe von insgesamt 18 solcher Brände berichtet, hieß es.

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Am Dienstag hatte Ministerpräsident Abiy Ahmed die Region besucht, wo es in den vergangenen Monaten zu Gewalt zwischen verschiedenen Volksgruppen gekommen ist.


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