Papst Franziskus mit Festgottesdienst im Petersdom

Papst Franziskus hat mit einem Festgottesdienst im Petersdom offiziell die Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan eingeleitet. Die Messe wurde zum Schutz vor Ansteckungen mit einer begrenzten Anzahl Teilnehmer, circa 200 Personen, abgehalten.

In Anbetracht der Corona-Regeln musste der Vatikan die Messe am Donnerstag vorverlegen. Sie begann um 19.30 Uhr, früher als sonst, denn in Italien gilt ab 22.00 Uhr eine Ausgangssperre bis um 5.00 Uhr des folgenden Tages.

Die Messe in Erinnerung an die Geburt Christi vor rund 2.000 Jahren wurde live in mehreren Ländern und im Internet übertragen. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte das Oberhaupt der katholischen Kirche das Thema der Gnade Gottes. „Die Nahrung des Lebens ist, Gott und den Nächsten zu lieben“, sagte der Heilige Vater. Statt sich zu bedauern, seien die Gläubigen aufgerufen, dem Nächsten zu helfen, sich um ihn zu kümmern. „Gottes Liebe erinnert uns daran, dass die Zeit, über die wir verfügen, nicht dazu dienen soll, uns zu bemitleiden, sondern Leidende zu trösten“, sagte Franziskus.

Die Weihnachtsbotschaft am 25. Dezember und den Segen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“) wird der 84-jährige Papst nicht von der Loggia des Petersdoms aus vortragen, sondern in der Benediktionsaula des Doms.

Bereits zu Ostern hatte Franziskus diesen Segen nicht wie sonst üblich von der Loggia des Petersdoms aus gesprochen. Stattdessen hielt er nach der Festmesse mit sehr wenigen Gläubigen seine Osteransprache vor dem Hauptaltar im leeren Petersdom und spendete anschließend den Segen.

Das an Sonn- und Festtagen übliche Mittagsgebet des Angelus mit Ansprache des Papstes übertragen die vatikanischen Medien am 26./27. Dezember sowie am 1., 3. und 6. Jänner nicht vom Fenster im dritten Stock des Apostolischen Palastes aus, sondern aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes. Von dort aus hatte Franziskus zuletzt auch wieder die wöchentlichen Videoansprachen der sonst üblichen Generalaudienz gehalten.


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