In Österreich startet Impfaktion gegen das Coronavirus

In Österreich ist am Sonntagvormittag die Impfaktion gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gestartet. Drei Frauen und zwei Männer im Alter von über 80 bis 93 Jahre, die sich freiwillig als Probanden gemeldet hatten, erhielten an der MedUni Wien die erste von insgesamt zwei Teilimpfungen. In den meisten anderen Bundesländern sollten im Tagesverlauf ebenfalls symbolische Starts der größten Impfkampagne in der Geschichte Österreichs stattfinden.

Durchgeführt wurden die ersten Injektionen von Ursula Wiedermann-Schmidt, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie und Vorsitzende der österreichischen Impfkommission. Die fünf Seniorinnen und Senioren hatten sich in der Spezialambulanz für Risikopatienten der MedUni freiwillig für die Teilnahme an der Impfung gemeldet. Sie alle haben Vorerkrankungen.

Wiedermann-Schmidt verabreichte die allererste Spritze einer 84-jährigen Pensionistin. „Hat es weh getan?“, erkundigte sich die Ärztin. Die Frau, die zuvor gesagt hatte, sie wolle „ohne Bedenken ihre Kinder, Enkel und Urenkel“ wiedersehen, überstand den historischen Moment ebenso stoisch und gefasst wie die folgende Probandin. In den nächsten Tagen könne an der Einstichstelle eine Rötung auftreten, erklärte ihr die Medizinerin, und betonte noch: „Sie können mich jederzeit anrufen.“

Zahlreiche weitere Patienten ließen sich ebenso bereits auf eine Liste für die Immunisierung eintragen, teilten die Verantwortlichen mit. Ein gewisser Schutzeffekt soll laut Hersteller schon sieben Tage nach der ersten Teilimpfung gegeben sein.

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Die erste zur Verfügung stehende Vakzine gegen Covid-19 der Firmen BioNTtech und Pfizer war am Samstag in Österreich und den anderen EU-Ländern ausgeliefert worden. Rund zehn Monate nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa begannen somit am ersten Sonntag nach Weihnachten 2020 die Impfungen auch in Italien, Frankreich und zahlreichen weiteren EU-Staaten. In einigen anderen war schon am Samstag damit angefangen worden. Als erste erhalten besonders gefährdete Menschen das Präparat.


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