Wasser behindert den Verkehr auf Drautalstraße, neue Rohre im Anmarsch
Regelmäßige Überschwemmungen auf der B100 in Lienz sollen bald der Vergangenheit angehören. Dazu werden Rohre für die Wasserführung unter der Straße neu verlegt.
Von Christoph Blassnig
Lienz – Es treten in Lienz regelmäßig Überschwemmungen der B100 Drautalstraße auf Höhe der Brauerei Falkenstein auf, wenn es starke Niederschläge gibt. Die Freiwillige Feuerwehr muss dann ausrücken und mit Pumpen einem Rückstau entgegenarbeiten. Für die Dauer dieser Arbeiten ist der Verkehr auf der Bundesstraße in diesem Bereich jedes Mal beeinträchtigt. „Ein unhaltbarer Zustand“, bekundete nicht nur der Lienzer Vizebürgermeister Kurt Steiner in einer der letzten Gemeinderatssitzungen.
Unter der Hauptstraße wird das Wasser aus zwei Bächen, nämlich aus dem Brauereibach Süd und aus dem Tschwabelegraben, durchgeführt und mündet südlich schließlich in die Wiere. Die Probleme dort treten erst seit einigen Jahren auf, und zwar, weil ein Telekomunternehmen das entsprechende Durchflussrohr ebenfalls für seine (genehmigten) Kommunikationsleitungen nutzt. Seither kommt es bei starken Niederschlägen zu Verklausungen im Rohr und in der Folge zum Rückstau des Wassers bis auf die Bundesstraße. Aus der Wildbach- und Lawinenverbauung war zu erfahren, dass die Genehmigung für diese zusätzliche Leitungsführung im Wasserrohr wohl ohne Rücksprache erteilt worden war.
Das Problem soll nun im Zuge von Bauarbeiten für eine neue Bushaltestelle in diesem Bereich beseitigt werden. Gemeinsam mit dem Land Tirol finanzieren die Stadt Lienz und die Gemeinde Leisach die Arbeiten für eine Straßenverbreiterung und die Bushaltestelle. Der Kostenanteil der Stadt liegt bei rund 30.000 Euro. Das Land hat die Arbeiten bereits an ein Bauunternehmen vergeben. Zusätzlich hat der Lienzer Gemeinderat Kosten von geschätzt weiteren 12.000 Euro genehmigt. In der ursprünglichen Bauausschreibung fehlten nämlich die Straßenbeleuchtung und einige notwendige Sicherheitseinrichtungen.
Die begonnenen Arbeiten mussten auf Grund des Wintereinbruchs Anfang Dezember unterbrochen werden. Damit es ab dem Frühjahr keine Überschwemmungen mehr gibt, werden gleich mehrere Rohre nebeneinander verlegt. Das Baubezirksamt hatte Bedenken geäußert, wieder auf eine Rohrleitung zu setzen. Der Lienzer Stadtbaumeister Klaus Seirer sprach sich nach der Kostenschätzung für eine Alternative dennoch für eine Verrohrung aus.