Tirol

Heuer 150 Weidetiere gerissen: Managementplan für Wölfe gefordert

150 Weidetiere (im Bild Schafe auf einer Wiese in Axams) wurden in Tirol heuer von Wölfen gerissen.
© thomas boehm

Innsbruck – Zehn verschiedene Wölfe wurden heuer in Tirol nachgewiesen, mindestens 150 Weidetiere von ihnen gerissen. Im vergangenen Juli kochte die Stimmung über, Vertreter der Bauern, des Tourismus und der Wirtschaft gründeten gemeinsam den „Verein zum Schutz und Erhalt der Land- und Almwirtschaft in Tirol“. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz, bislang seien 12.000 Unterstützungserklärungen eingegangen.

„Die Vereinsgründung war ein wichtiger Schritt, um den Standpunkten mehr Gewicht zu verleihen“, sagt Vereinsobmann und Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger. Er bemängelt, dass es zwar politische Zusagen gebe, konkrete Handlungen aber auf sich warten lassen würden. Es reiche jedenfalls nicht, ohne Rahmenbedingungen Geld für Herdenschutz bereitzustellen. „Wir fordern einen klaren Managementplan, können hier die Augen nicht länger verschließen, denn die Problematik wird sich immer weiter zuspitzen.“ Hechenberger wiederholt hierzu auch seinen Wunsch, gewisse Wölfe als Problemtiere einstufen und entnehmen zu können. (TT)

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