Feuerwerk zu Silvester in Innsbruck bleibt ein Aufreger

FPÖ fordert auch 2021/22 ein großes Feuerwerk, ALI ortet „Dekadenz“.

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Das traditionelle Feuerwerk auf der Seegrube.
© Innsbruck Tourismus/Fabian Draxl

Innsbruck – Die Entscheidung, dass in Innsbruck zum Jahreswechsel trotz des Lockdowns ein großes Feuerwerk auf der Seegrube gezündet wird, stößt nicht nur in sozialen Medien auf äußerst kontroverse Reaktionen, sondern auch in der Stadtpolitik.

FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel freut sich darüber, dass eine „bürgerliche Mehrheit“ aus FPÖ, Für Innsbruck und ÖVP das Feuerwerk gesichert habe. Die Lasershow zum Jahreswechsel 2019/20 sei hingegen ein kostspieliger „Flop“ gewesen. Für die Zeit nach der Pandemie müsse alles unternommen werden, um Christkindlmarkt und Bergsilvester intensiv zu bewerben. Dazu brauche es auch ein „richtig großes“ Feuerwerk, das sich „in den Nachbarländern herumspricht“. Federspiel verweist darauf, dass er das Bergsilvester 1994 als Tourismusstadtrat „erfunden“ und zum Erfolg geführt habe.

Ganz anders GR Mesut Onay (Alternative Liste Innsbruck): Das Feuerwerk sei kein positives Signal, sondern ein „umweltpolitischer Rückschritt um mehrere Jahre“. Gerade in Krisenzeiten erscheine es zudem „völlig dekadent“, rund 40.000 Euro zu „verpulvern“. Die Stadt solle die Mittel lieber zur Sicherung von Existenzen und Unterstützung von Familien einsetzen, meint Onay. (TT)

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