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Kerzen leuchten in stiller Trauer nach Gewalttat in Längenfeld

Im Ötztal herrscht nach der Gewalttat vom Montag Schock und Fassungslosigkeit. Der Längenfelder Bürgermeister Richard Grüner betonte, dass gegenüber den beiden betroffenen Familien „tiefste Verbundenheit herrscht“.

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In der Pfarrkirche lädt Pfarrer Nowicki zum Gebet für die Kinder und die Trauerfamilie.
© Paschinger

Längenfeld – Zwei Männer unterhalten sich vor der Anschlagtafel an der Kirchenmauer. „Einfach nur tragisch“, antwortet der eine, während sich sein Kollege eine Zigarette aus der Schachtel fischt. Man ringt um Worte und findet doch kaum die richtigen für das, was sich hier am Montagnachmittag im kleinen Weiler auf dem markanten Felsrücken über Längenfeld ereignet hat.

Zwei kleine Mädchen sind tot, als Täter wird der Vater verdächtigt. Es ist das beherrschende Dorfgespräch in der 4300-Einwohner-Gemeinde im mittleren Ötztal. Und dennoch spricht man nur recht einsilbig darüber. „Zutiefst erschütternd“, „nicht nachvollziehbar“, „schockierend“ oder schlicht „fassungslos“, heißt es zumeist, wenn man Längenfelder am Tag nach der Tat anspricht.


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