Kärntner Spitalspatientin verbrachte Weihnachtsnacht im Lift

Eine 87-jährige Frau hat den Heiligen Abend in der Liftkabine eines Kärntner Krankenhauses verbracht. Das berichtet die „Kronen Zeitung“ in ihrer Dienstag-Ausgabe. Die Frau hatte den Lift knapp vor 19.00 Uhr betreten, danach wurde dieser abgeschaltet. Ihr Fehlen wurde bemerkt und löste eine stundenlange Suchaktion aus. Nach sieben Stunden wurde die Frau im Aufzug gefunden, sie war leicht unterkühlt.

Der Vorstand der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft Kabeg, Arnold Gabriel, erklärte, das Ganze sei eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen. Die letzte Pflegevisite habe es um 18.55 Uhr gegeben, da sei die Patientin noch im Zimmer gewesen. „Offenbar hat sie dieses fünf Minuten Zeitfenster genutzt und den Lift betreten, aber keine Taste gedrückt, um die Tür wieder zu öffnen oder den Alarmknopf zu drücken, daher war sie noch im Lift, bis sie gefunden wurde.“ Der Lift wird jeden Abend um 19.00 Uhr abgeschaltet, danach ist er nicht mehr zu öffnen.

Die Frau war an Covid-19 erkrankt, sie dürfte, so Gabriel, dadurch verwirrt gewesen sein. Corona könne zu zerebralen Veränderungen führen, die einen akuten Verwirrtheitszustand auslösen. Da die Patientin aber nicht dement sei, hätte man sie nicht mit einem Fluchtarmband ausgestattet. Laut Gabriel soll nun geprüft werden, ob man mit der Verteilung der Fluchtarmbänder nicht großzügiger umgehen solle.

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