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Gut gegen Böse greift zu kurz: „Feinde“ mit Klaus Maria Brandauer

Der TV-Zweiteiler „Feinde“ mit Klaus Maria Brandauer zeigt einen Fall aus zwei Perspektiven – und führt vor, dass im Rechtsstaat der Zweck nicht jedes Mittel heiligt.

Ein Fall, zwei Filme: „Feinde“ nach einer Vorlage von Bestsellerautor Ferdinand von Schirach.
© ORF/Rabold

Innsbruck — Der Polizist hat sich für das, was er tat, den schönen Begriff „Rettungsfolter" zurechtgelegt. Für seine Aussage in der Hauptverhandlung bekommt er Szenenapplaus. Doch die Vorsitzende verbittet sich das. Andernfalls müsse sie die Claqueure rauswerfen lassen. Rechtsprechung ist kein Theater. Und eine langjähriger Erfahrung geschuldete Ahnung allein ist kein Beweis. Mehr als die Ahnung hatte der Polizist Nadler (Bjarne Mädel) aber nicht. Deshalb wendet er an, was sich die Nazis einst als „verschärfte Verhörmethoden" wieder erlaubten. Der Verdächtige gesteht. Er hat das Mädchen entführt. Es wird tot geborgen. Dem Entführer wird der Prozess gemacht. Sein Verteidiger Biegler (Klaus Maria Brandauer) nimmt den Ermittler in die Zange: Die gute Absicht heiligt nicht jedes Mittel.

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