Eine Begegnungsstätte zwischen analoger und digitaler Welt

Das Land Tirol fördert das moderne Forschungs- und Kommunikationszentrum „FoKus N’Cyan“ in St. Jakob als ein Leuchtturmprojekt am Land.

Das Forschungszentrum „FoKus N’Cyan“ in St. Jakob soll bald eröffnet werden. (Fotomontage)
© Verein N’Cyan

St. Jakob i. Def. – In St. Jakob im Osttiroler Defereggental entsteht eine multifunktionale Begegnungsstätte zwischen analoger und digitaler Welt. Der 2019 gegründeten Verein „N’Cyan – Innovation für Menschen“ will das digitale Potenzial insbesondere im ländlichen Raum stärken. Mit der Errichtung des Forschungs- und Kommunikationszentrums – kurz „FoKus N’Cyan“ – wurde im Sommer 2020 begonnen. Das Projekt könnte bereits im Februar eröffnet werden.

Der Verein möchte die Kraft des Ursprungs mit der digitalen Zukunft vernetzen. Der Vereinsname ist angelehnt an Enzian und Cyan. Der Enzian steht dabei für Entschleunigung, Natur und Tradition, die Farbe Cyan im Übergang zwischen Blau und Grün für Flexibilität und Wandlungsfähigkeit. „N’Cyan steht für die Verbindung des digitalen Traums mit handfesten Tugenden und zutiefst menschlichen Fähigkeiten“, sagt der Vereinsvorstand Walter Troger. Im Fokus stehe dabei das enorme Potenzial der Digitalisierung für den ländlichen Raum.

Das Land Tirol unterstützt dieses Vorhaben als Leuchtturmprojekt im Bereich Digitalisierung mit 200.000 Euro. Als technisch gut ausgestattetes Labor und eine Testumgebung für digitale Technologien wird das „FoKus N’Cyan“ den Forschungs- und Innovationsprojekten des Vereins dienen und über multifunktionale Räumlichkeiten verfügen. Als Erweiterung des bestehenden Traditionshotels „Unterrain“ ist es zudem stark in der Region verwurzelt, was sich auch im Namen dieser neuen Plattform widerspiegelt: Enzian und Cyan, analog und digital. Das „FoKus N’Cyan“ wird für digitale Hochleistungen ausgestattet und kann zusätzlich direkt an Partnerin­stitute, Partnerfirmen und Forschungszentren angebunden werden.

Gedacht ist das „FoKus N’Cyan“ auch als „Science & Learning Center“ – also als Ort erlebnisorientierten Lernens für die einheimische Bevölkerung, Schüler, Studenten und auch Touristen. Das Zentrum soll außerdem für Projekte wie „Summer Schools“ oder „Winter Schools“ in Kooperation mit Hochschulen oder Bildungsinstitutionen, digitale Weiterbildungswochen mit Wirtschafts­treibenden oder für die Nutzung als „Thinktank“ für Zukunftsthemen zur Verfügung stehen. (TT)


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