Mindestens zehn Menschen durch Explosionen im Jemen getötet

Bei Explosionen auf dem Flughafen der jemenitischen Stadt Aden sind am Mittwoch mindestens zehn Menschen getötet worden. Nach Angaben von Ärzten wurden mehrere Dutzend Menschen verletzt. Die Explosionen ereigneten sich, als ein Flugzeug mit Mitgliedern der neuen Einheitsregierung landete und erste Passagiere ausstiegen. Näheres zu den Opfern oder der Ursache der Explosionen wurde zunächst nicht bekannt.

Der Regierungschef und seine Mitglieder sind nach Angaben von Informationsminister Muammar Al-Eryani aber wohlauf. „Wir versichern unseren Leuten, dass alle Kabinettsmitglieder sicher sind“, schrieb er via Twitter. Es handle sich um einen „feigen Terroranschlag der vom Iran unterstützten Houthi-Miliz“. Durch die Explosion, die Augenzeugen zufolge von mehreren Schüssen begleitet wurde, gingen Fenster zu Bruch.

Die Stadt Aden im Süden des Landes ist die provisorische Hauptstadt des Jemen. Mitte Dezember hatte sich unter Vermittlung von Saudi-Arabien eine neue Einheitsregierung zusammengeschlossen. Sie besteht aus Vertretern von Rebellen, die im Süden des Landes aktiv sind, sowie Mitgliedern der früheren, von Riad unterstützten Regierung.

Beide Lager hatten jahrelang im Süden des Landes um die Macht gerungen. Am 18. Dezember entschieden sie, sich gegen die schiitischen Houthi-Rebellen im Norden des Landes zu verbünden. Diese kontrollieren unter anderem die Hauptstadt Sanaa.

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Im Jemen herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg zwischen der von Riad unterstützten Regierung und den Houthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. In dem Konflikt wurden zehntausende Menschen getötet, viele von ihnen Zivilisten.


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