Plus

Ingo Gstrein: „Vom ersten Tag an war ich Teil des Corona-Krisenstabs“

Brigadier Ingo Gstrein (45) ist seit 1. April Militärkommandant von Tirol. Für ihn hat die Assistenzleistung im Corona-Einsatz das Bundesheer gestärkt.

  • Artikel
  • Diskussion (5)
„Chef ist Chef“: Für Ingo Gstrein ist es Zeit geworden, dass es auch in Österreich erstmals eine Verteidigungsministerin gibt.
© Foto Rudy De Moor

Herr Militärkommandant, Sie haben am 1. April Ihre Funktion in Tirol angetreten. Was war Ihr prägendster Moment im Vorjahr?

Ingo Gstrein: Die Kommandoübergabe mitten im Corona-Einsatz mit den Einschränkungen ohne Festakt. Das war schon ein spezieller Moment mit einer getragenen Atmosphäre, in der Militärkultur spürbar wurde. Man bekommt das Kommando mit der Fahne in einem würdigen Rahmen übergeben. Da wird einem dann sehr bewusst, warum man Offizier geworden ist.

Also die Reduktion auf das Wesentliche?

Gstrein: Ich habe mich gezielt um die Funktion des Militärkommandanten in Tirol beworben, aber das erste Jahr war natürlich eine Herausforderung. Vom ersten Tag an war ich Teil des Corona-Krisenstabs. Zeitweise waren mir im Corona-Einsatz 600 Soldatinnen und Soldaten unterstellt. Die uns gestellten Aufgaben konnten wir dabei höchst professionell erfüllen. Die Rückmeldungen waren sehr positiv, aber auch das Miteinander mit dem Land, den Bezirksbehörden, der Polizei oder den Blaulichtorganisationen.

Ist es ein gutes Gefühl, als Angehöriger des immer wieder arg gebeutelten Bundesheers gebraucht zu werden und sich zu beweisen?


Kommentieren


Schlagworte