Silvester in Coronakrise - Teile der Welt schon im Jahr 2021

Während in vielen Ländern schon 2021 ist, bereiten sich die Menschen in Europa noch auf den Jahreswechsel vor. Wie fast alle Länder weltweit werden die europäischen Länder - darunter auch Österreich - eher verhalten ins neue Jahr starten. Weltweit wurden viele Partys und Feuerwerke abgesagt, darunter klassische Festivitäten in Amsterdam, London, New York und Rio de Janeiro. In manchen Ländern gab es freilich kaum noch Begrenzungen.

In Deutschland gibt es etwa einen harten Lockdown mit geschlossenen Geschäften, Restaurants und Bar. Härtere Maßnahmen mit nächtlichen Ausgangsverboten herrschten auch in Italien und Frankreich.

Weil in China die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist und es kaum noch Infektionen gibt, begann das neue Jahr in der Volksrepublik ohne große Einschränkungen. Allerdings ist Silvester für die Chinesen auch kein besonders wichtiger Feiertag. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar.

Erst dann beginnt eine große Reisewelle, in der sich Hunderte Millionen durchs Land bewegen, um ihre Familien zu besuchen. Erst dann wird auch richtig groß gefeiert. Dennoch wurden am Freitag um Mitternacht in einigen Städten Feuerwerke gezündet. Auch in Wuhan, der Stadt des Corona-Ausbruchs, war eines geplant gewesen. Aber auch in Neuseeland herrschte praktisch Normalität.

Nachdem schon um 11.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Menschen in Samoa weltweit als Erste den Jahreswechsel gefeiert hatten, gingen eine Stunde später um 12.00 Uhr MEZ in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern verzeichnete der Inselstaat im Südpazifik seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr. Daher fanden Musikfestivals und Feuerwerksshows ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder andere Einschränkungen statt.

Am Hafen und Opernhaus von Sydney in Australien waren beim Feuerwerk um 14.00 Uhr MEZ keine Zuschauer zugelassen. Die Behörden drohten mit Geldstrafen von umgerechnet mehr als 620 Euro, wenn jemand Absperrungen überwinde. Sydney glich einer Geisterstadt, wie Beobachter berichteten. Das weltbekannte Feuerwerk dauerte nur sieben Minuten statt wie im Vorjahr zwölf.

In den folgenden Stunden folgten nach und nach die Länder in Asien: um 16.00 Uhr waren etwa Japan und Südkorea dran. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul war erstmals seit fast sieben Jahrzehnten die traditionelle Glockenschlag-Zeremonie im Bosin-Pavillon (Bosingak) nur im Fernsehen und in sozialen Medien zu erleben.

Um 17.00 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, ebenso wie in Taiwan und in China. In China gibt es keine großen Corona-Einschränkungen mehr. Allerdings ist Silvester für die Chinesen auch nicht besonders wichtig. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar. Erst dann gibt es eine große Reisewelle. Dennoch wurden Freitagfrüh in einigen Städten Feuerwerke gezündet. Auch in Wuhan, der Stadt des Corona-Ausbruchs, war etwas geplant. Um 18 Uhr gingen Thailand und Vietnam ins Jahr 2021.

Um 21.00 Uhr MEZ stand unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten das neue Jahr an. Dort war in Dubai am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdj Khalifa, wieder ein spektakuläres Feuerwerk geplant. In Moskau sollte es trotz Corona-Sperrstunde ein großes Feuerwerk am Kreml geben - um 22.00 Uhr MEZ.

In Südamerika müssen sich die Menschen noch etwas länger gedulden: Teile Brasiliens und Argentinien können das neue Jahr erst um 4.00 Uhr MEZ begrüßen, um 6.00 Uhr folgt New York, um 9.00 Uhr Los Angeles und erst um 11.00 Uhr Honolulu in Hawaii.

In New York soll der „Ball Drop“ am Times Square, ein fallender leuchtender Kristallball an einem Mast, nur vor wenigen Leuten statt wie sonst Tausenden stattfinden. Der Platz wurde abgesperrt.

Bis 13.00 Uhr MEZ am 1. Jänner dauert es, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Als letztes sind die unbewohnten Eilande Bakerinsel und Howlandinsel im Pazifik dran.


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