VP-Bauerbund verteidigt bei Wahl 84 Prozent

Mit der Landwirtschaftskammerwahl im März startet das politische Jahr in Tirol. Einmal mehr geht es um die Wahlbeteiligung, die 2015 deutlich auf 50,4 Prozent gesunken ist.

© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Am 23. März wird ausgezählt, dabei stehen eigentlich nur zwei Fragen im Vordergrund: Wie hoch gewinnt der ÖVP-Bauernbund die Bauernkammerwahl und wie viele Bauern gehen zur Wahlurne? 2015 haben die ÖVP-Bauern mit Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger ein Mandat in der Vollversammlung verloren, schlussendlich erreichten sie 83,6 Prozent (-8,2 Prozentpunkte).

Hechenberger, der seit 2019 im Nationalrat sitzt, ist erneut Spitzenkandidat. Die Grünen schafften auf Anhieb den Einzug in die Vollversammlung und überholten mit 9,12 Prozent die Freiheitlichen (7,32 Prozent). Deutliche Einbußen gab es bei der Wahlbeteiligung, die vor sechs Jahren von 63 auf 50,4 Prozent gesunken ist.

Mit den Urwahlen, bei denen die regionalen Bauernbundobleute gewählt wurden, hat der Bauernbund bereits im Herbst mobilisiert. Intern ist klar: Der Abwärtstrend bei der Wahlbeteiligung soll gestoppt und sie wieder auf 60 Prozent geschraubt werden. Um auch das notwendige Gewicht auf der (interessen-)politischen Bühne zu haben.

Abseits der Wahlen will Hechenberger mit der Kammer heuer die Direktvermarktung ausbauen. „Corona hat gezeigt, wie wichtig es ist, eine gesicherte Lebensmittelversorgung im eigenen Land zu haben. Gerade die Direktvermarktung hat einen enormen Vertrauenszuspruch erhalten, weshalb wir diese Chance nutzen wollen und mit einer verstärkten Beratung Betriebe motivieren wollen, in diese Sparte einzusteigen.“

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Bereits jetzt nützen laut Landwirtschaftskammer 4000 bäuerliche Betriebe in Tirol die Möglichkeit der Direktvermarktung. Für rund 1500 davon bedeutet diese Sparte auch eine wesentliche Säule des erwirtschafteten Einkommens. Am beliebtesten ist dabei der Ab-Hof-Verkauf, rund 80 Prozent der Direktvermarkter verkaufen ihre Produkte über diesen Weg. Hechenberger: „Die Direktvermarktung ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Schlüssel zum Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft in unserem Bundesland.“ (pn)


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