„Il dolore del presente“: Mit dem Kunstwerfer zum Online-Rundgang

An drei Standorten bringt eine mobile Ausstellungsbox Kunst in die Brixner Altstadt.
© Willeit

Brixen – Wenn das Publikum nicht zur Kunst kommt, dann kommt die Kunst zum Publikum. Diese viel beschworene Formel befolgt aktuell auch die Stadtgalerie Brixen, geleitet vom Südtiroler Künstlerbund. Mit „il dolore del presente“ beschließt Kuratorin Karin Pernegger dort ihr Ausstellungsjahr. Zum Abschluss zeigt sie frische Arbeiten von zehn Nord- und Südtiroler Kunstschaffenden. Virtuell kann man die Schau jetzt schon abschreiten.

Empfangen wird man von gemalten Bienenwaben von Christoph Hinterhuber, die Adolf Loos’ „Ornament und Verbrechen“ künstlerisch bearbeitet. Ergänzend dazu hat Josef Rainer mit echten Bienenwaben sein „Modell für ein fiktives Kulturzentrum“ geschaffen. Bei Rainer sind kulturelle Strukturen klar systemrelevent.

Natürlich sind auch andere Werke von der Pandemie beeinflusst: Einsam hocken etwa die Figuren von Alessandro Del Pero auf der verlassenen Bildfläche; Einsamkeit als Begriff wird in Benjamin Zanons feinen Zeichnungen zur kartografischen Landschaft.

In die Stadtlandschaft dringt die Schau übrigens mit der mobilen Ausstellungsbox „Kunstwerfer“, designt von Bergmeisterwolf, deren Prototyp Eingang in die Ausstellung findet. An drei Standorten in Brixen kann damit Kunst Corona-konform besichtigt werden. Aktuell sind die Boxen mit Arbeiten von Peter Senoner bestückt.

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Onlineschau (abrufbar unter www.kuenstlerbund.org) und Ausstellungsbox sind gelungene Ergänzungen des aktuellen Künstlerbund-Projekts. Zu hoffen ist, dass die Schau mit zusätzlichen Arbeiten von experimental setup, Cornelia Lochmann, Heidi Holleis, Hans Knapp und Susanne Kircher-Liner demnächst auch live besucht werden kann. (bunt)


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