1:3-Niederlage gegen Salzburg: Tapfere Haie haben Hex’ am Schläger

Die Haie kassierten im Westderby mit 1:3 gegen Salzburg die sechste Niederlage in Serie. Dabei hätte sich das (fast) letzte Aufgebot der Innsbrucker mit bärenstarkem Auftritt eigentlich einen Sieg verdient.

Großer Kampf blieb unbelohnt – die Haie mit Thomas Mader (l.) warfen beim 1:3 gegen Salzburg alles in die Waagschale.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –Die Haie gingen gegen Salzburg personell noch mehr am Stock als bei der vorangegangenen 2:4-Heimniederlage gegen Dornbirn am Neujahrstag: Denn nach Colton Saucerman und Adrian Saxrud Danielsen musste mit Jonathan Racine, der sich gegen die Vorarlberger noch fitspritzen hatte lassen, ein dritter Legionär in der Verteidigung verletzungsbedingt passen. Zudem musste Angreifer Braden Christoffer nach einer obszönen Geste gegenüber einem Unparteiischen am Jahresende in Salzburg ein weiteres Spiel gesperrt aussetzen. „Das geht nicht. Er muss daraus lernen“, notierte HCI-Obmann Günther Hanschitz, ehe das Match des letzten Haie-Aufgebots (auch Kromp und Langzeit-Ausfall Hochfilzer fehlten) gegen die Mozartstädter angepfiffen wurde.

Fünf gegen fünf war es eine starke Partie. Wir dürfen nicht so viele Strafen kassieren.
Dario Winkler (HCI-Angreifer)

Im fünften schweren Match binnen neun Tagen mit nur fünf Verteidigern (darunter die Eigengewächse Bär und Wetzelsberger) schlugen sich die Haie mehr als beachtlich. Nach herrlichem Pass von Clemens Paulweber netzte Max Gerlach zum 1:0 (12.) ein, in Unterzahl fand Torjäger Daniel Ciampini in Minute 20 gleich zweimal in Salzburgs Starkeeper J.P. Lamoureux seinen Meister.

Die ersatzgeschwächten Haie blieben auch zu Beginn des zweiten Drittels als besseres Team am Drücker, Kevin Tansey und Deven Sideroff scheiterten am Weg zum zweiten Treffer wieder an Lamoureux. Und als sich Thomas Mader in einen Schuss warf, gab es Szenenapplaus von der HCI-Bank. Die Leidenschaft stimmte. Die hochdekorierten Bullen kamen erst gegen Mitte des Spiels etwas in Fahrt und nutzten das vierte Powerplay zum 1:1 durch Rick Schofield (38.). Ciampini hatte nur eine Minute später nach Girard-Vorlage das 2:1 am Schläger, traf aber nur die Stange.

Im letzten Abschnitt wurde es dann richtig bitter. Die Innsbrucker klopften entgegen der Papierform durch Jan Lattner und Dario Winkler erneut an der Führung an, sahen sich nach einem schweren Abwehrfehler (Tansey) aber plötzlich mit 1:2 im Hintertreffen. Und die Kräfte mit nicht einmal drei kompletten Linien schmolzen. Felix Girard hatte den Ausgleich noch am Schläger (57.), letztlich traf aber Hughes zum 1:3. Es war der 100. Gegentreffer für die Haie in dieser Saison. Schon am Dienstag muss man in Bozen erneut als krasser Außenseiter die Zähne zusammenbeißen.

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Adler wollen den Sinkflug bald stoppen

Die 2:5-Niederlage bei Tabellen-Nachzügler Bregenzerwald am Samstabend war für Kitzbühels Adler (die Tore erzielten David Kreuter und Nic Maurer) in der Alps Hockey League die sechste Niederlage in Serie. Nach verschlafenem Start stand es bereits nach 18 Minuten 0:3, auch das Time-out von Cheftrainer Charles Franzen wirkte nur bedingt.

„Wir arbeiten Tag für Tag hart an uns, aber wir haben Probleme, Tore zu erzielen. Wir schießen und schießen, aber wir treffen nicht. ,Big Mike‘ (Top-Angreifer Mikael Johansson; Anm) fehlt uns sehr“, merkt Franzen nachdenklich an.

Trotz der Unserie attestiert der Schwede seiner Mannschaft eine absolut intakte Arbeitsmoral und gibt vor dem kommenden Heimspiel im Sportpark gegen den HC Pustertal am Dreikönigstag (19.30 Uhr) auch gleich die Parole aus: „Wir werden diese Unserie beenden – für uns und für unsere Fans.“

Bemüht, aber glücklos – die Adler mit Niclas Maurer.
© Bildagentur Muehlanger

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