Drei Tiroler, eine Qualifikation in Israel und ein Hygienekonzept

Das rot-weiß-rote Nationalteam fliegt am Samstag nach Israel zum Qualifikationsturnier (12.–17. Jänner) für die EM 2021. Keine leichte Aufgabe – sportlich, wie auch organisatorisch.

Für den Tiroler Peter Wohlfahrtstätter und das österreichische Volleyballnationalteam geht es am Wochenende nach Israel.
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Von Daniel Suckert

Innsbruck, Wien – „Es ist schon ein bisschen pervers: Früher bist du bis weit nach Mitternacht beim Videostudium gesessen, heute sitzt du bis nach Mitternacht, um die Reisen inmitten der Corona-Pandemie zu planen“, erklärte der Sportdirektor des Österreichischen Volleyball-Verbands ÖVV, Gottfried Rath-Zobernig. Das rot-weiß-rote Nationalteam fliegt am Samstag nach Israel zum Qualifikationsturnier (12.–17. Jänner) für die EM 2021. Keine leichte Aufgabe – sportlich, wie auch organisatorisch.

Mit an Bord sind die Tiroler Peter Wohlfahrtstätter, Alex Tusch und Niklas Kronthaler. Sportlich wird gegen Israel und Bulgarien gespielt. Komplizierter war und ist für den ÖVV-Sportdirektor die Organisation: „Wir befinden uns alle schon in einer Blase. Und auch wenn wir in Israel sind, dürfen wir uns nur im Hotel und in der Halle aufhalten. Sollte wer seine Zahnbürste vergessen, müssen wir das organisieren lassen“, meinte Rath-Zobernig mit einem Augenzwinkern.

Dass das Turnier überhaupt stattfinden kann, liegt am Gastgeber. Israel stellte die Austragung nie in Frage – trotz Lockdowns. ÖVV-Teamchef Radovan Gacic hofft nicht nur auf eine unkomplizierte Anreise, sondern „auf verletzungsfreie Auftritte“. Österreich trifft jeweils zweimal auf Israel und Bulgarien – nur der Gruppensieger steigt auf. Das erste Spiel bestreitet das heimische Team gegen den Gastgeber (12. Jänner, 20 Uhr). Gacic: „Ich bin überzeugt, dass wir eine starke Qualifikation spielen.“

Mittendrin will auch das Tiroler Trio brillieren. Die Bedingungen bei der aktuellen Vorbereitung in Steinbrunn seien optimal, nur das Hygienekonzept sorgt für zusätzlichen Stress. Rath-Zobernig: „Das wird uns noch länger begleiten.“


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