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Auf Kapitän Nemos dunklen Spuren: Der Tiefseebergbau und seine Folgen

Die Schätze am Meeresgrund versorgen nicht nur die von Jules Verne erdachte Nautilus mit Energie, sie sollen auch die Rohstoffversorgung der Menschen sichern. Doch der Tiefseebergbau ist umstritten.

Manganknollen am Meeresgrund, Kobaltkrusten an Hängen von untermeerischen 
Vulkanen und Massivsulfide an tektonischen Plattengrenzen sind begehrt.
© Greenpeace

Von Matthias Christler

Niemand beutet die Bodenschätze der Ozeane aus. „Niemand“ heißt allerdings auf Latein übersetzt „Nemo“ und das ist der Kapitän in dem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“. In der Tiefe des Ozeans findet er Rohstoffe, baut diese ab versorgt damit sein U-Boot mit Energie. Vor mehr als 150 Jahren schrieb Jules Verne den Abenteuerroman und beschrieb darin, wie die Nautilus durch Rohstoffe aus dem Meer elektrisch angetrieben werden kann. Die Geschichte wird sich ganz ähnlich wiederholen.

Der Abbau zerstört den Boden und verursacht schädlichen Lärm und Sedimentwolken für Tiere.
© imago

Niemand beutet die Bodenschätze aus, noch nicht. Der Tiefseebergbau, den schon Verne angedeutet hat, steht aber kurz davor, in die Realität umgesetzt zu werden. Und wie in „20.000 Meilen unter dem Meer“ können die Rohstoffe für Elektroantriebe eingesetzt werden, z. B. für Batterien in E-Autos. Darüber hinaus gelten die Metalle aus der Tiefsee als wichtige Bestandteile für Smartphones oder Windkraftanlagen.

Mit den Rohstoffen an Land wird der Mensch die Nachfrage nicht ewig decken können. Vor allem drei Arten von Rohstoffen aus den Ozeanen sind für die Industrie interessant und werden vom „World Ocean Review“ so beschrieben:

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