Ursachensuche nach massivem Felssturz auf Hotel Eberle in Bozen

Bis zu 3000 Kubikmeter Fels brachen ab und zerstörten große Teile des Hotels. Die Rettungskräfte suchten die Umgebung nach Verletzten ab.
© FF Bozen, Dolomiten

Bozen – Am Tag nach dem riesigen Felssturz, der große Teile des Hotels Eberle oberhalb von Bozen zerstörte, herrscht Gewissheit: Personen kamen bei dem gewaltigen Naturereignis nicht zu Schaden.

Kurz nach 15 Uhr hatten sich hinter dem beliebten Ausflugshotel auf einer Breite von 20 Metern zwischen 2000 und 3000 Kubikmeter Fels gelöst. Die Gesteinsmassen begruben den Westteil des glücklicherweise derzeit geschlossenen Betriebes unter sich, Trümmerteile wurden auch in die umliegenden Weinberge geschleudert, berichtet das Südtiroler Nachrichtenportal stol.it. Wie durch ein Wunder überstand die Eigentümerfamilie, die sich zum Unfallzeitpunkt im Haus befand, den Felssturz unverletzt.

Die Ursache des spektakulären Vorfalls steht noch nicht fest. Für den Landesgeologen Volkmar Mair könnte einerseits eine Rolle gespielt haben, dass im Zuge der Niederschläge der vergangenen Tage viel Wasser ins Gestein eingedrungen und bei niedrigen Temperaturen gefroren ist. Vielleicht habe aber auch das Erdbeben der Vorwoche eine Rolle gespielt.

Gestern wurden die Aufräum- und Sicherungsarbeiten rund um das Gebäude fortgesetzt. Das Areal selbst und die umliegenden Wanderwege bleiben bis auf Weiteres gesperrt. (TT)

Die Decke der Garage hielt den Felsmassen nicht stand.
© FF Bozen


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