Trotz Verbot etwa 100 Teilnehmer bei Anti-Corona-Demo

Am frühen Nachmittag haben sich laut Polizei etwa 100 Personen vor der Oper versammelt, um an einer - eigentlich untersagten -Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen teilzunehmen. Die Teilnehmer hielten sich an die entsprechenden Auflagen, weshalb die Exekutive nicht einschritt, sagte Polizeisprecherin Barbara Gass.

Vier Versammlungen von Corona-Gegnern waren für dieses Wochenende in Wien angemeldet gewesen. Drei davon waren von der Polizei untersagt worden. Der verbliebene „Spirituelle Rundgang für ein segensreiches, glückliches Neujahr“, der für Samstagnachmittag geplant war, wurde von der Organisatorin am Freitagabend selbst abgesagt.“ Am Gestade war dann auch tatsächlich niemand sehen.

Bei der Oper ließen sich die Aktivisten nicht vom Verbot anhalten, was den ursprünglichen Organisatoren eine Anzeige einbringen wird. Sollten die Demonstranten der ursprünglichen Route folgen, dürften sie über den Ring bis zur Schlusskundgebung am Stephansplatz marschieren. Statt der angemeldeten 500 bis 1.000 Personen hatte sich laut Polizei lediglich ein Bruchteil eingefunden.

In Graz ist es am Samstagnachmittag zu Demonstrationen am Hauptplatz gekommen, die ein größeres Polizeiaufgebot forderten. Zunächst versammelten sich die Mitglieder einer rechtsextremen Organisation zur „Kundgebung gegen den great reset“, dann kamen einige Dutzend Vermummte einer linken Antifa-Gruppe dazu. Die Polizei trennte die Aktivisten, es kam zu keinen Ausschreitungen.

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Die Gegendemonstration war nicht angemeldet. Nach Schätzung der Polizei waren rund 250 Personen insgesamt am Hauptplatz. Von einem Fenster aus entrollten Mitglieder der kommunistischen Jugend (KJÖ) ein Transparent mit der Aufschrift „Ob Corona, Rechtsextremismus oder Verschwörungsmythen: Abstand halten hilft!“ Dazu hieß es in einer Aussendung der KJÖ: „Wenn rechtsextreme vor unseren Haustüren eine Kundgebung abhalten, können wir nicht einfach zuschauen.“


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