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Kommentar zu ORF-Berichten: Hopp auf Kitz und Pistenstopp

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Peter Nindler

Von Peter Nindler

Den ORF beutelt’s derzeit durch wie auf der Streif: Auf allen Weltcuphängen live dabei. Ski-Präsi hin, Ski-Präsi her, dann wieder Schnappatmung am Küniglberg wegen Jochberg: Das nächste Ischg­l mit dem Briten-Virus. In der Zwischenzeit wird die tickende Uhr für das bevorstehende erste Training auf der Streif eingeblendet, aber plötzlich in einer Talk-Runde die Frage gestellt: „Skifahren um jeden Preis: Sollen Österreichs Pisten gesperrt werden?“ Das passt alles nicht mehr zusammen. Noch dazu wenn der ORF in der ZIB 1 die britische Skifahrer-Truppe in Jochberg salopp in „ein Hotel“ verfrachtet.

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Aber wer differenziert, verliert – das ist eines der grundsätzlichen Probleme seit Ausbruch der Pandemie. Dass die Skigebiete für Einheimische offen haben, die Schulen hingegen zu sind, ist zweifellos schwer nachvollziehbar. Die Konsequenz wäre jedoch einfach: Skigebiete zusperren und zugleich keine Skirennen veranstalten. Das hieße freilich ORF-Mattscheibe in Kitz. Denn selbst in der von Präsident Peter Schröcksnadel als geschlossene Gesellschaft bezeichneten „Weltcup-Bubble“ hat sich FIS-Renndirektor Waldner angesteckt. Weil: Das Virus ist derzeit immer und überall. Wie die britische Mutation in Bad Aussee.

Doch Bad Aussee ist weit weg von Ischg­l, Jochberg hingegen in Tirol. Also Ischgl­-Alarm. Natürlich sind die dramatischen Fehleinschätzungen in Ischgl offenkundig und die Politik hat bei Weitem nicht alles richtig gemacht. Aber das gerechte Augenmaß wäre manchmal hilfreich, ohne ständig die Ischgl-Keule auszupacken.


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