Acht Tote bei Wohnhausbrand in Russland

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Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der russischen Millionenstadt Jekaterinburg sind acht Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden in der Metropole mitteilten, brach das Feuer in der Nacht auf Dienstag in einer Wohnung des neunstöckigen Gebäudes aus. Unter den Toten war demnach auch ein sieben Jahre altes Kind. „Leider ist es zu der Tragödie wegen eines unsachgemäßen Umgangs mit Feuer in einer der Wohnungen gekommen“, sagte Interimsbürgermeister Alexej Orlow.

Neun Menschen seien verletzt worden, hieß es. Die Leichen wurden in drei Wohnungen des Hauses gefunden. Der Zivilschutz brachte nach eigenen Angaben zeitweilig 90 Bewohner des Blocks aus den 1980er-Jahren in Sicherheit. In der Region herrschen tiefe Minustemperaturen von um die 20 Grad Celsius.

Auf Bildern waren rauchgeschwärzte Treppengänge zu sehen. In einer Wohnung starben Medien zufolge eine Mutter und ihre siebenjährige Tochter. Die Frau hatte im Kurznachrichtendienst Twitter Hilferufe abgesetzt, dass sie und das Kind im Rauch ersticken würden und die Wohnung nicht verlassen könnten. In einer anderen Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, lebte Behörden zufolge eine Familie in ärmlichen Verhältnissen. Medien zufolge war dort schon länger der Strom abgestellt, weshalb die Bewohner Kerzen anzündeten - vier Menschen starben in der Wohnung.

Wegen Verstoßes gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es in Russland immer wieder zu schweren Bränden mit Toten und Verletzten. Erst in der vergangenen Woche starben bei einem Feuer in einem Seniorenheim sieben ältere Menschen in dem westsibirischen Dorf Borowski in der Region Tjumen.

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