Verständnis für eine HTL-Probephase

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© Helmut Mittermayr

Reutte, Innsbruck – Der im Herbst eröffnete HTL-Ableger in Reutte sorgt weiter für Diskussionen. Die Außerferner Bürgermeister hatten, wie berichtet, einhellig eine Petition an Landeshauptmann Günther Platter für ein Upgrade zu einer eigenständigen Schule gerichtet. Nur Elmens Dorfchef Heiner Ginther, Gatte von Bildungslandesrätin Beate Palfrader, hatte nicht unterschrieben. Die Landespolitikerin meinte dann, dass er vielleicht besser darüber informiert gewesen sein könnte, dass dieses Ansuchen nur wenige Monate nach der Eröffnung zu früh gestellt worden sei. Komme Zeit, komme auch eine eigenständige HTL.

Die „dislozierte Klasse der HTL Anichstraße am Standort Reutte“ ist für die Zukunft nicht praxistauglich, ist hingegen Reuttes WK-Chef Wolfgang Winkler weiterhin der Meinung. Die Erfahrungen bei der operativen Umsetzung seit über einem Jahr hätten gezeigt, „dass durch die große räumliche Distanz zur Stammschule in Innsbruck und durch unterschiedliche Interessen Konflikte entstehen, die für eine bestmögliche Entwicklung nicht förderlich sind“. Eine eigenständige HTL passt laut Winkler auch genau in die Offensive der Bundesregierung, 3000 neue technik­orientierte Ausbildungsplätze zu schaffen.

Für die Außerferner Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann ist die neue HTL ein Erfolgsprojekt. Die Anmeldezahlen würden für sich sprechen. Dass sich das Ministerium die Entwicklung des Pilotprojekts zuerst anschauen wolle, bevor weitere Schritte gesetzt werden, dafür habe sie durchaus Verständnis. „Mittelfristig wünsche ich mir aber die Etablierung einer eigenen, selbstständigen HTL in Reutte.“ (hm)

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