Außerferner schnüren Essenspakete für Nepal

Corona hat vielen Nepalesen die Lebensgrundlage entzogen. Sie kämpfen ums Überleben. Die Initiative „Schulkinder Nepal“ hilft.

Grundnahrungsmittel sind Mangelware: In Nepal sorgt die Ausgabe der Essenspakete für strahlende Gesichter.
© Sangmu Lama

Von Simone Tschol

Reutte, Kathmandu – Das Coronavirus hat die Welt weiter fest im Würgegriff. „Aber während wir hier im Warmen sitzen und einkaufen gehen können, geht es für viele Familien in Nepal um die blanke Existenz. Für sie geht es einzig und allein darum, den Hunger zu stillen“, erzählt Ulrike Jäger, Frontfrau der Außerferner Hilfsinitiative „Schulkinder Nepal“, die sich seit Jahren im Himalayastaat engagiert. Seit Monaten sind die Grenzen dicht, die Touristen bleiben aus, es gibt keine Arbeit, die letzten Ersparnisse sind aufgebraucht und die Felder längst abgeerntet. „Gerade in entlegenen Regionen ist die Lage besonders bitter.

Viele Männer arbeiten normalerweise als Träger und verdienen so den Lebensunterhalt für die Familien. Jetzt haben sie keine Arbeit und sitzen in Kathmandu in Quarantäne“, weiß Jäger, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen versucht zu helfen. Während die Außerferner Helferinnen ansonsten Geld über den Verkauf von Basteleien bei diversen Veranstaltungen lukrieren, sind sie nun auf Spenden angewiesen. Jäger: „Mit 20 Euro kann ein Essenspaket geschnürt werden. Dieses enthält neben 30 Kilogramm Reis auch Öl, Zucker, Salz und Linsen und bringt eine Familie einen Monat über die Runden.“

Bislang konnten 195 Pakete verteilt werden. 75 weitere folgen in den nächsten 14 Tagen. „Ich werde fast täglich angerufen, ob sie wieder Essenspakete besorgen und austeilen können. Das Leid ist groß, viel schlimmer noch wie nach dem großen Erdbeben“, sagt Jäger. Wer helfen möchte, kann dies über das Spendenkonto „Schulkinder Nepal“, BIC: RBRTAT22, IBAN: AT 58 3699 0000 0906 2019 tun. „Das Geld wird ausschließlich für Essenspakete verwendet. Bitte helft uns zu helfen!“, appelliert Jäger abschließend.

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